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Posts Tagged ‘Syrien’

Immer wenn es eng wird

Es ist so ein gängiges Spielchen, dass man die Uhr danach stellen könnte: Ein jedes Mal, wenn es für die Mullahs kurz vor knapp ist, kommen sie  plötzlich mit so ganz neuen und eher unbekannten Tönen daher. Die Anbiederung an den Westen hat am heutigen Tag der neue Präsident Hassan Rohani übernommen – mit freundlicher Unterstützung der Washington Post. Dort konnte Rohani, der stets verlogen in de Kamera grinst, anbieten, beim Syrien-Problem zu helfen. Natürlich erwähnte er in seinem Namensbeitrag nicht, dass seine Islamische Republik teil des syrischen Problems ist.

Und die Medien Land auf Land ab überschlagen sich vor Freude und kriegen sich gar nicht mehr ein. Hach wie toll, endlich ist im Iran alles wieder gut. Das Gegenteil ist der Fall. Die IRI steht im eigenen Land mit dem Rücken zur Wand. Die Stimmung ist miserabel, die Preise sind enorm gestiegen und selbst das Benzin – bislang immer subventioniert – ist nicht mehr ganz so erschwinglich. Der IRI droht ein Szenario wie 2009. Und dann kommt noch der Druck aus dem Westen und der drohende Angriff Israels. Also was macht man da? Richtig: Anfangen Zeit zu schinden und den Westen abermals und noch einmal verar… Die Demokratien dieser Welt scheinen ihre Lektion noch immer nicht gelernt zu haben. Was muss eigentlich noch passieren?

Es ist kein Zufall, dass Rohani ausgerechnet in der Washington Post schreibt. Er schreibt es nicht für die Leser der Zeitung sondern an den amerikanischen Präsidenten mit der Hoffnung, dass die Sanktionen gelockert werden. Und ganz nebenbei setzt er Obama auch noch unter Druck: Wie soll er denn nun seinem Volk eine IRI-feindliche Politik verklickern, wenn der freundliche Rohani doch so nette Angebote macht. Bleibt nur die Frage: Hatte Obama je vor gegen die IRI ernsthaft vorzugehen?

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