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Das Bild zeigt die Mutter Nedas vor dem Bild ihrer ermordeten Tochter

 

 

Drei Jahre ist es mittlerweile her, als die mutigen Perser nach den manipulierten Präsidentschaftswahlen auf die Straßen gegangen sind und ihr Leben aufs Spiel gesetzt haben. Die schockierenden Bilder aus Teheran, die prügelnde Basijis zeigten – bewaffnet mit Messern, Gewehren und Tränengas –  haben die Welt geschockt und den Mitfühlenden von Europa bis nach Asien die Kehle zugeschnürt.

Ein Video ging vor exakt drei Jahren um die Welt und beinahe schien es so, als würde die Welt sich für eine Minute aufhören zu drehen: Es zeigte, wie eine bildhübsche junge Frau auf offener Straße erschossen wird. Augenzeugen berichteten, dass es ein Handlanger des Regimes war. Bis heute wurde niemand offiziell für den Mord an Neda Agha-Soltan verurteilt. Wie auch? Direkt nach dem Mord ließ die IRI verbreiten, der Täter wäre ein Regime-Gegner. Dann hieß es, es war irgendein Ausländer, später war es ein Israeli, noch später ein Amerikaner. Irgendwann war Neda eine begabte Schauspielerin und der Mord nur inszeniert und dann hat das Verbrechen gar nie stattgefunden. Zurück bleibt eine Mutter, die innerhalb von drei Jahren stark gealtert ist und eine Familie, die bis heute den Mord nicht überwunden hat.

Und der Westen? Hier hat man den Mord an der jungen Neda auch schon wieder vergessen!

 

Empfehelenswert: Eine Dokumentation über Neda und ihre Familie, die ein Jahr nach dem Verbrechen vom dem amerikanischen Sender HBO in den USA ausgestrahlt wurde.

 

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Die Perser sind sich ernsthaft Feind genug: Dieser Tage tingelt eine junge Frau namens Neda Soltani durch die Talkshows der Republik und gibt  Journalisten großer Zeitungen bereitwillig Interviews. Die Geschichte, die sie erzählt, ist für Iran-Kenner nichts Neues: Vor drei Jahren wurde während des blutigen Sommers eine junge, schöne Frau namens Neda Agha-Soltan auf offener Straße erschossen. Irgendjemand fand auf Facebook dann das Foto von Neda Soltani und da sich die Namen ähnelten, wurde Soltani versehentlich für die Tote gehalten. Recht schnell konnte aufgeklärt werden, dass Soltani nicht zu den mutigen gehörte, die auf den Straßen protestierten und ihr Leben riskierten.

Nun hat die kluge Soltani einen Weg gefunden, ihre Geschichte zu vermarkten – mit freundlicher Unterstützung Deutschlands. In ihrem Buch erzählt sie, dass sie ja so weit fortgeschritten war, angeblich Dozentin und Feministin. Und dann hat man ihr Böses angetan, ihr das „Gesicht weggenommen“, zugleich ihr Leben. Plötzlich wurde sie drangsaliert von den Lakaien des Regimes und obwohl aufgeklärt werden konnte, wer sie ist, wollten die Mullahs sie angeblich noch weiter fertigmachen. Kurioserweise schaffte sie, die so unter Beobachtung stand, aus dem Land zu flüchten…
In Deutschland kaum angekommen war sie dann fleißig dabei, aus ihrer ach so traurigen Geschichte Kapital zu schlagen.

Es sind ihre Lügen, die den Leser und Iran-Kenner in Rage bringen: Die Menschen seien nicht unglücklich im Iran. Zwar habe sie das Regime auch nicht gemocht, aber es ließ sich im Land leben – irgendwie. (Ist ja nun auch egal, wenn auf die Menschenrechte verzichtet wird.)
Ihren Eltern hat die heldenhafte Soltani nichts erzählt, um sie nicht in Gefahr zu bringen. Dafür gibt sie aber allen Medien gerne Interviews.

Im Grunde ist es so: Diese Verwechselung ist das beste, was Neda Soltani in ihrem Leben widerfahren ist. Ganz ohne sich anzustrengen, konnte sie den Asylantenstatus erhalten und auch noch nebenbei gutes Geld verdienen. Und wenn etwas später ihre Geschichte in Vergessenheit geraten ist,  lässt es sich auch wieder mal Urlaub machen im Iran. Wo die Menschen unter der Last des täglichen Lebens zusammenbrechen und kaum glückliche Gesichter zu sehen sind. Genau in jenem Iran, in dem die Menschen wahnsinnige Angst vor einem Angriff Israels haben. Was aber kümmert das Soltani, sie ist schließlich im sicheren Deutschland.

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Anstatt Menschen zu töten, höre auf sie. Wie ist es möglich, dass ein Staatschef Kampfflugzeuge, Panzer und Kanonen gegen seine eigenen Leute einsetzt und immer wieder davor warnt, wer etwas sagt, wird umgebracht?

Wer könnte diesen menschenfreundlichen, demokratischen Satz wohl Richtung Diktator Gaddafi gesagt haben? Barack Hussein Obama? Nicolas Sarkozy? Angela Merkel? Sie kommen nicht drauf? Dabei ist es doch ganz einfach: Mahmoud Ahmadinejad!

Dass es den Möchte-Gern-Doktor Ahmadinejad am nötigen Verstand mangelt, wussten wir schon, aber nun schießt er wirklich den Vogel ab. Merkt die Welt endlich, wie verlogen, heuchlerisch und widerwärtige diese Islamische Republik ist?

Mein lieber Doktor Ahmadinead, dein Busenfreund Gaddaffi  ist genau so ein kaltblütiger verstandloser, barbarischer Mörder wie du und deine Sippschaft in der Islamischen Republik. Schau in den Spiegel!

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Nachdem der Leser gestern bis kurz vor 22 Uhr auf spiegel.de noch vergeblich nach irgendeiner Meldung aus dem Iran suchte, haben sich die Redakteure dann doch noch aufraffen können etwas online zu stellen. Ja und dann staunte man nicht schlecht: Der Spiegel haut eine Falschmeldung raus. Es stand geschrieben: „Der Volkszorn richtete sich gegen Präsident Mahmud Ahmadinedschad, die Menge skandierte „Tod dem Diktator und weiter „In Anspielung auf Präsident Mahmud Ahmadinedschad riefen sie Tod dem Diktator“.

Bitte was???

Liebe Spiegel-Redakteure, seid ihr so ignorant oder tut ihr nur so? Ich weiß gar nicht, was schlimmer ist, aber ich unterstelle euch, dass ihr nur ignorant tut. JEDER, der sich auch nur ansatzweise mit dem System der Islamischen Republik auseinandersetzt erfährt schnell, dass der allmächtige Mann, der über alles und jeden steht, der Geistliche einarmige Führer Ali Chamenei ist. Ahmadinejad ist ein kleiner Hans Wurst, Chameneis Marionette, der gerade mal bis 5 zählen kann.

Das sollten die elitären Redakteure des Spiegels, die so wahnsinnig viel von sich selbst halten und im direkten Gespräch teilweise arrogant sind, doch wissen oder? Schließlich reisen sie ja auch ins Mullah-Reich und führen Gespräche mit den Möchte-Gern-Reformisten. Gut, sicher jeder macht mal einen Fehler und gerade die, die sich für unfehlbar halten, sind am meisten gefährdet. Vielleicht war es ja nur ein Missverständnis. Nur werden wir das Gefühl nicht los, dass die hiesigen Medien irgendwie ein Problem hatten korrekt zu berichten. Auf dem Blog von Tangsir2569 lesen wir, dass – wie überraschend – ARD und ZDF so ähnlich berichteten wie der Spiegel. Und wer weiß, wer sich da sonst noch so angeschlossen hat. Ja, ja, was sollen wir davon halten? Aber es gibt eine möglich Erklärung: Die Mullahs haben ganz still und heimlich ihr System umgestellt und nun steht in der Islamischen Republik der irdische Präsident über den gottähnlichen Geistlichen Führer. Genau, das ist es!

Aber es gibt noch einen winzig kleinen Haken: Die Leute riefen neben „Tod dem Diktator“ auch „Mubarak, Ben Ali, Du bist der nächste Ali“ (fünftes Video). Na ja, so was kann man ja auch totschweigen…

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Sehnsüchtig haben viele Exil-Perser in den letzten Wochen, angesichts der Aufstände in den nordafrikanischen Staaten, auf den Iran geschaut. Erinnerungen wurden wach an den blutigen Sommer 2009, als die Perser mutig auf die Straßen Teherans gegangen sind und sich den Schlägertrupps der Mullahs gestellt haben. Und teils mit ihrem Leben bezahlt haben. Wann wird es wieder losgehen und wann werden wir das erreichen, was die Tunesier schon geschafft haben und die Ägypther mitten drin stecken? Das haben wir uns auch immer wieder gefragt.

Der 14. Februar 2011 (persisch 25 Bahman),  ist der Tag des persischen Aufstandes. Die Menschen haben sich verabredet um den Mullahs erneut die Stirn zu bieten. Es wird vermutlich noch blutiger ausgehen, denn die islamischen Herrscher sind gewarnt, was der Zorn des Volkes bewirken kann. Sie wissen, dass auch ihre Stunden geschlagen hat. Es ist lange nicht mehr die Frage nach dem Ob sondern nach nur dem Wann.

Mit Sicherheit wird es nicht der 14. Februar sein, aber er kann der Anfang vom lang ersehnten Ende sein.

Tag des Widerstandes

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Eine hervorragende Analyse über den augenblicklichen Zustand des Iran kann man bei Zeit.online lesen. Auch die auf diesem Blog immer wieder thematisierte Rolle der sogenannten „Experten“ haben eine zentrale Bedeutung. Sehr Empfehlenswert!

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Die Proteste im Iran halten an und die Schläger Truppen des Mullah-Regimes gehen immer brutaler mit den Menschen um. Ein Video bei bild.de zeigt, wie barbarisch die Schergen des Regimes auf die Menschen losgehen. Genau mit diesem Regime will sich Obama, Träger des Friedensnobelpreises noch immer an einem Tisch setzen. Ganz unberührt von den Bildern.
Dabei geben westliche Diplomaten, die nicht den Mut haben ihre Identität preiszugeben, ganz ungeniert zu, dass sie die Mullahs gar nicht loswerden wollen. Nichts anderes bedeutet der Satz: „Wir waren nie sonderlich begeistert von der Idee, die ganze Welt dazu zu bringen, ihre wirtschaftlichen Beziehungen mit Iran abzubrechen. Genau das aber müsste passieren, damit das Regime in die Brüche geht.

Unterdessen heucheln Kanzler, Präsidenten und Ministerpräsidenten des Westens Mitgefühl vor und „verurteilen“ das Vorgehen des Regimes. Wie glaubwürdig kann das wohl sein? Und wie wichtig können ihnen Menschenrechte wirklich sein? Wenn die Perser rufen, ja aus vollem Leibe schreien „Tod der Islamischen Republik“ und dafür mit ihrem Leben bezahlen, wie kann ein „westlicher Diplomat“ dann noch eine solch vernichtende Äußerung machen? Wie kann Präsident Change, der noch immer den Anspruch hat alles als besser als Bush zu machen, sich mit solchen Mördern wie die Mullahs an einen Tisch setzen wollen? Und wie ernst meint es der Westen tatsächlich mit der Bekämpfung des Terrorismus, wenn man den Terrorunterstützer Nr.1 versucht am Leben zu erhalten?
Hoffentlich bekommen wir bald antworten!

Mehrere Augenzeugen haben sich bei den persichen Exil-Medien gemeldet und die Echtheit bestätigt!

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