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Posts Tagged ‘Krieg’

Es sind keine schönen Nachrichten, die die Perser eine Woche vor ihrem Neujahrsfest „Norooz“ erreichen: Israel sucht  sich Verstärkung für einen Angriff auf die Atomanlagen der Mullahs.

Die Furcht des Staates Israels vor einer Islamischen Republik, die nukleare Waffen besitzt,  ist verständlich und es sollte die gesamte Welt in Sorge versetzen. Und so ist es verwunderlich, dass es noch immer eine lasche Haltung gibt, obwohl sich einiges gebessert hat.
Auch wenn Israels Angst berechtigt und verständlich ist: Ein Angriff auf die Anlagen ist keine Option, weil sie keine dauerhafte Lösung bietet und viele Gefahren birgt.

In erster Linie wären die Menschen im Iran bei einem Angriff womöglich radioaktiven Strahlungen ausgesetzt, die dauerhafte Folgen hätten. Israel selbst müsste nach einem Angriff in ständiger Angst leben, dass die rachsüchtigen Mullahs, nicht auf irgendeinem Wege Vergeltung suchen und das Land, seine Staatsangehörigen oder seine Botschaften Terror-Attacken ausgesetzt werden. Und genau hier liegt der eigentliche Kern des Problems: Solange es eine IRI gibt, solange kann sich Israel nicht in Sicherheit wiegen ob nun mit oder ohne Atombombe. Solange die Mullahs den Nahen Osten beherrschen, wird diese Region immer wieder von Katastrophen erschüttert und es wird nie zum Frieden zwischen Israel und den Palästinensern kommen. Denn das eigentlich Problem Israels und der Welt sind nicht die  nuklearen Waffen der Mullahs, sondern die Mullahs selbst.

Genau hier gibt es  eine einmalige Chance für Israel und für die Welt. Denn Israel und die Mehrheit der Perser haben eines gemeinsam: Ihre Abneigung gegenüber den Mullahs. Anders als die Iraker, die noch am Vorabend des Krieges ihre rostigen Kalaschnikows in die Kameras dieser Welt hielten und Saddam Treue schworen, haben die Perser spätestens 2009 bewiesen, dass sie bereit sind zu kämpfen. Die Welt hat sie aber damals im Stich gelassen und den Aufstand ausgesessen. Mit leeren Händen und ohne Rückendeckung kamen die Menschen gegen das brutale Regime nicht an und haben irgendwann den Alltag einkehren lassen.

Es findet sich kaum ein Perser, der sich nicht aus Herzen wünscht, die dicken, alten Turbanträger mögen auf der Stelle tot umfallen. Aber den Gefallen werden ihnen die Mullahs nicht tun. Es bleibt nur der Kampf. Und angesichts des unfassbaren Verhaltens des Westens in Syrien, werden die Perser nicht noch einmal auf die Straßen gehen. Es sei denn, sie würden Hilfe erhalten.

Es gibt eine historische Chance die Mullahs zu vernichten, sie war niemals größer als heute. Nur muss zugegriffen werden. Ein Angriff auf die Atomanlagen kann nur etwas Zeit herausholen für Israel. Die IRI wird alles daran setzen, das Programm erneut auf die Beine zu stellen, das ist auch den Israelis bewusst. Nur der Sturz der Islamischen Republik kann dauerhaften Frieden bringen.

Wer die Reaktionen der IRI, angesichts der Angriffspläne verfolgt hat, bekommt den Eindruck, dass die Mullahs danach lechzen bombadiert zu werden. Dieser Eindruck ist richtig!
Sie spekulieren darauf, dass die Bevölkerung eine  Wut auf den Westen entwickeln könnte und damit liegen sie leider gar nicht einmal so falsch. Die Merheit der Perser würde einen Angriff nicht verstehen und die Stimmung gegenüber Israel und dem Westen könnte umschlagen. Aber nicht, weil die Perser Antisemiten sind. Das dem nicht so ist, dass die Perser womöglich die älteste Freundschaft, die es je zwischen Menschen gegeben hat, mit dem jüdischen Volk verbindet, wurde in diesem Blog mehrfach diskutiert. Genau so, wie die Tatsache, dass das persische Volk gegenüber dem Westen offen ist.

Die Stimmung könnte umschlagen, weil die Mehrheit der Perser tagtäglich ums Überleben kämpft und genau weiß, dass die Mullahs für ihre Situation zuständig sind. Und sie ist sich dessen bewusst, dass auch der Westen das weiß. Das Regime hat die Privatwirtschaft abgeschafft, wirft das Geld des Volkes in den Hals der Hizbollah und der Hamas, während die Beamten ihre Gehälter nicht bekommen. Schon jetzt gibt es kaum noch eine Mittelschicht, die Mehrheit des Volkes lebt unterhalb der Armutsgrenze. Der Perser, dem Tag ein, Tag aus nur diese einizge Sorge umgibt, wie er über die Runden kommen, seine Miete zahlen und seine Familie ernähren soll und der Dank der Mullahs sein Leben lang Qualen leidet, wird es nicht verstehen, dass sein Land angegriffen wird, womöglich seine Stadt zerstört wird oder er Verwandte verliert. All das kann selbst bei einem gezielten Angriff auf Atomanlagen nicht ausgeschlossen werden. Der Perser leidet Qualen und wird dann auch noch vom Westen bestraft – mit Ausnahme von Israel und den USA – womöglich auch noch von Staaten die jahrelang fette Geschäfte mit den blutrünstigen Herrschern der Islamischen Republik gemacht haben.

Der Perser wird es nicht verstehen, dass der Westen nicht bereit ist, sein Volk dabei zu unterstützen, die Mullahs zu stürzen und es vorzieht, das Land zu bombadieren und womöglich einen Krieg auszulösen. Man muss kein IRI-Experte sein um zu wissen, dass die Mullahs als unmittelbare Reaktion Raketen auf Israel abfeuern könnten, das wiederum eine Reaktion Israels hervorrufen wird.

Und wenn sich die Stimmung gegen den Westen richtet, haben am Ende die Mullahs über Nacht all das erreicht, woran sie bis heute vergeblich arbeiten! Eine womögliche Wut auf den Westen kann bedeuten, dass die IRI ihre Position im Land festigt. Aber nicht, weil die Menschen die Mullahs plötzlich lieben. Es könnte weit aus schlimmer werden, nämlich dann, wenn die Perser dem Regime gleichgültig gegenüberstehen und enttäuscht vom Westen aufhören, von einem freien Iran zu träumen und den Kampf endgültig aufgeben!

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