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Posts Tagged ‘Islamische Republik’

Die Welt trauert mit Frankreich. Sie trauert um brilliante, mutige Karikaturisten, die es vermochten mit einem Bleistift und scharfen Verstand auszusprechen, was viele nicht sehen wollen.

Offiziell hat auch die IRI am heutigen Tag ihren Beileid bekundet. Wieviel sie wert ist, erkennt man hieran: Als Redakteure verschiedener Zeitungen Irans gestern überlegten, wie sie ihre Trauer zeigen sollen – niemand weiß besser, wie es ist unter der Knechtschaft des Islams zu leben, wie sie – untersagte das Regime jede Geste.

Ich denke, nach 36 Jahren des Terrors der Islamischen Republik ist deutlich: Wer Frieden auf der Welt will, muss den Persern bei ihrem Kampf für eine wahrhafte, ehrliche Demokratie helfen. Das Krebsgeschwür Islamische Republik zeigt deutlicher denn je sein hässliches Gesicht. Wie wertvoll ist Wohlstand, wenn Sicherheit und Frieden nicht gewährleistet sind? Diese Frage muss die westliche Welt für sich entscheiden. Hoffen wir, dass sie sich für das Richtige entscheidet.

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Nicht umsonst hat Europa ganz, ganz tief durchgeatmtet, als klar war das der „Reformer“ Hassan Rohani zum Präsidenten ernannt wurde. Endlich ist der Weg frei, wieder in den Iran zu reisen, wie schön. Und so ließ eine Europäische Deleagtion, angeführt von der finnischen Grünen Tarja Cronberg, auch nicht viel Zeit vergehenen, um den guten Freunden, den greisen Bartträgern, einen netten Besuch abzustatten. Schließlich hat Europa wirtschaftliche Probleme, da müssen die Geschäfte mit dem Mullahs dringend wiederbelebt werden – jetzt wo sie so freundlich sind und bereit sind über ihr Atomprogramm zu sprechen.

Still und leise, fast schon heimlich haben sich die Europaabgeordneten also nach Tehran begeben – und das schon vor vier Tagen! Die Frauen des Europaparalementes haben natürlich so viel Respekt und tragen Kopftuch. Und sogleich findet man auch lobende Worte, allen voran die Cronberg: „Die Tatsache, dass Frauen im iranischen Parlament ihre eigene Fraktion bilden, ihre eigene Gruppe haben, diskutieren, zeigt eine Entwicklung der Gesellschaft. Man muss aber auch bedenken, dass der Iran eine konservative Gesellschaft ist.

Und Sie, liebe Leser, müssen bedenken, dass die Finnin gar keine Ahnung hat wovon sie spricht. Auf welchem Niveau unterhalten wir uns hier eigentlich? Frauen waren in der Zeit vor der IRI Anwältinnen, Richterinnen und Ministerinnen und nun sollen wir vor Freunde hüpfen, weil neun verschleierte Frauen vom einarmigen Banditen Chamenei freundlicherweise ins Parlament gelassen wurden – als Deko versteht sich. Liebe Frau Cronberg erst informieren, dann nachdenken und versuchen die Euro-Zeichen auszublenden und erst dann in die Kamera gucken und losreden. Und was heißt hier, dass der Iran eine konservative Gesellschaft ist? Wer ist die Gesellschaft? Die Mullahs? Ja, dann stimmt die Aussage. Unter Gesellschaft verstehe ich jedoch die Bevölkerung und die ist ganz und gar nicht konservativ. Öfter mal lesen tut auch überbezahlten Europa-Abgeordneten gut.

Und da nun bald Weihnachten ist und Sankt Rohani so freundlich ist, durfte die Delegation auch ganz werbeträchtig mit der langjährig verhafteten Anwältin und Menschenrechtsaktivistin Nassrin Soutoudeh sprechen, die Rohani vor kurzem frei gelassen hat (klar hat er das gemacht, er hat ja auch das Sagen). Auch mit dem Regisseur Jafar Panahi, der im Gefängnis sitzt, durfte sich die Delegation treffen. Alles Anzeichen, dass die islamische Republik auf dem Weg zur Demokratie ist…

Dumm nur, dass auf der Facebook-Seite von Jafar Panahi heute folgendes zu lesen war: „Die Grünen und ihre versteckte sympathie für das Mullah Regime. Nach mehrmaligen Reisen von Claudia Roth nach Iran und ihre Erläuterungen über Besserung der Situation der Gefangenen in Iran, nun eine weitere Parlementarierdelegation unter Leitung von Tarja Cronberg, Mitglied der Grünen in Europaparlament, die den Iran besuchten und sofort von der Mäßigung der politische Lage und Rücklauf der Hinrichtungen in Iran spricht. Gleichzeitig werden über 20 Menschen in verschiedene Gefängnisse in Iran hingerichtet.“ Der Vollständigkeit halber muss gesagt werden, dass Panahi selbst dies nicht geschrieben hat, sondern der in Deutschland lebende persische Schauspieler Ramin Yazdani. Panahi hat aber zu dieser Aussage verlinkt.

Noch tiefer konnte sich die Europaabgeordnete wohl hier vor den Männern, an deren Hände Blut klebt, nicht verbeugen. Nur zur Info: Keine persische Frau verbeugt sich vor einem Mann. Soviel zum Thema konservative Gesellschaft

Noch tiefer konnte sich die Europaabgeordnete wohl hier vor den Männern, an deren Hände Blut klebt, nicht verbeugen. Nur zur Info: Keine persische Frau verbeugt sich vor einem Mann. Soviel zum Thema konservative Gesellschaft

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Einen Fehler zuzugeben, ist nicht ganz leicht. Vor allem bei Medien ist das so ein Problem mit dem Eingeständnis, denn sie glauben von Natur aus allwissend zu sein und immer Recht zu haben.

So geschehen beim Spiegel. Konkret geht es um den folgenden Artikel http://www.spiegel.de/politik/ausland/iran-ajatollah-chamenei-lehnt-einlenken-in-atomgespraechen-in-genf-ab-a-934609.html

Dort wird der Satz „Marg bar Amrika“ für den Leser so übersetzt: „Diese Parole lässt sich sowohl als Tod den USA als auch Nieder mit den USA übersetzen.“
Diese Übersetzung ist schlicht und ergreifend faslch. Marg hat nur eine einzige Bedeutung und das ist Tod. Ein Missverständnis dachte ich mir nach dem Lesen, kann ja mal passieren. Also schrieb ich an die ehrenwerte Redaktion ein Kommentar mit dem Hinweis, dass sie falsch übersetzt hat. Und was passiert? Nichts! Der Spiegel hat sich einfach mal entschieden die Bemerkung nicht freizuschalten. Ich muss es eigentlich nicht betonen, tue es dennoch: Es versteht sich von selbst, dass der Kommentar keine Beleidigungen enthielt.

Warum aber schreibe ich dennoch hier einen Beitrag im Blog, es geht ja nur um eine Kleinigkeit? Ob nun Tod oder Niedergang, beide Wörter machen deutlich, wie feindselig die IRI gegenüber den USA eingestellt ist – auch wenn der Ober-Mufti gerade etwas anderes behauptet. Ja, die falsche Übersetzung ist etwas Belangloses. Aber durch die Verweigerung mein Kommentar freizuschalten, fällt ein schlechtes Licht auf den Spiegel. Sollen die Leser irre geführt werden? Und wenn bei einer solchen Kleinigkeit gelogen wird, wie ist es dann bei brisanteren Inhalten?

Für mich hat der Spiegel heute seine Glaubwürdigkeit verloren!

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Immer wenn es eng wird

Es ist so ein gängiges Spielchen, dass man die Uhr danach stellen könnte: Ein jedes Mal, wenn es für die Mullahs kurz vor knapp ist, kommen sie  plötzlich mit so ganz neuen und eher unbekannten Tönen daher. Die Anbiederung an den Westen hat am heutigen Tag der neue Präsident Hassan Rohani übernommen – mit freundlicher Unterstützung der Washington Post. Dort konnte Rohani, der stets verlogen in de Kamera grinst, anbieten, beim Syrien-Problem zu helfen. Natürlich erwähnte er in seinem Namensbeitrag nicht, dass seine Islamische Republik teil des syrischen Problems ist.

Und die Medien Land auf Land ab überschlagen sich vor Freude und kriegen sich gar nicht mehr ein. Hach wie toll, endlich ist im Iran alles wieder gut. Das Gegenteil ist der Fall. Die IRI steht im eigenen Land mit dem Rücken zur Wand. Die Stimmung ist miserabel, die Preise sind enorm gestiegen und selbst das Benzin – bislang immer subventioniert – ist nicht mehr ganz so erschwinglich. Der IRI droht ein Szenario wie 2009. Und dann kommt noch der Druck aus dem Westen und der drohende Angriff Israels. Also was macht man da? Richtig: Anfangen Zeit zu schinden und den Westen abermals und noch einmal verar… Die Demokratien dieser Welt scheinen ihre Lektion noch immer nicht gelernt zu haben. Was muss eigentlich noch passieren?

Es ist kein Zufall, dass Rohani ausgerechnet in der Washington Post schreibt. Er schreibt es nicht für die Leser der Zeitung sondern an den amerikanischen Präsidenten mit der Hoffnung, dass die Sanktionen gelockert werden. Und ganz nebenbei setzt er Obama auch noch unter Druck: Wie soll er denn nun seinem Volk eine IRI-feindliche Politik verklickern, wenn der freundliche Rohani doch so nette Angebote macht. Bleibt nur die Frage: Hatte Obama je vor gegen die IRI ernsthaft vorzugehen?

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Am Freitag war es mal wieder soweit: Die IRI richtete ihre Show namens Präsidentschaftswahlen aus, um die Welt ein wenig zu unterhalten.

Nachdem Rafsanjani im Vorwege von den Wahlen ausgeschlossen wurde, nahmen Iran-Beobachter und auch wir an, dass das Mullah-Reich weiterhin die harte Linie fahren wird und somit haben alle Said Djalili die größten Chancen eingeräumt. Die Mullahs wären wohl aber nicht 34 lange Jahre an der Macht, wären sie durchschaubar.  Und so präsentiert Ali Chamenei der Welt nun also Hassan Rohani, jemand, den die westliche Welt kaum kannte. Rohani, der stets in Mullah-Kluft unterwegs ist, wird als „gemäßigt“ vorgestellt. Er spricht von Frauenrechte ohne sie konkret zu bennenen. Er spricht von Freiheiten ohne zu sagen, was genau das heißen soll. Aber es klingt ja so schön und eben ganz anders als der Müll, den Ahmadinejad so von sich gab.

Mit der Wahl Rohanis ist klar: Die Situation im Mullah-Reich ist noch dramatischer, als bislang angenommen: Die Sanktionen sind so erdrückend, dass die Mullahs nun einlenken müssen. Zumindest tun sie so, denn: In einem Land, indem die Präsidentschaftskandidaten handverlesen sind und alle Kandidaten an das System glauben und sich ihr unterwerfen, weil sie ihm ihr ganzes Sein zu verdanken haben, in so einem Land wird es demokratische Reformen niemals geben – weder nach innen noch nach außen. Rohani hat von ganz oben den Autftrag Zeit zu schinden. Weil er, anders als Ahmadinejad, Gesprächsbereitschaft in Sachen Atomwaffen zeigt. Und weil er bislang weder gegen den Westen noch Israel gehezt hat, atmen Europa und die USA auf, weil sie endlich wieder Gespräche führen können. Es werden wie schon unter „Reformer“ Mohammad Khatami sinnlose Gespräche sein, die ins Leere laufen, weil die IRI das Ziel verfolgt damit Zeit zu gewinnen und die Sanktionen loszuwerdenm die ihr den Rücken brechen. Wenn die Sanktionen dann freundlicherweise aufgehoben sind, droht ja auch keine Gefahr mehr, dass das geschundene Volk noch unruhiger wird und erneut auf die Straßen geht. Die Mullahs reiben sich die Hände!

Und dann ist es ist nicht mehr weit, bis die Mullahs ihre Bombe präsentieren.

 

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Norooz 2013

Friedlich feiern die Perser auch in diesem Jahr Norooz am Grab von Kourosh II. (im Hintergrund). In diesem Jahr wurde die feiernde Masse von Schlägertruppen des Mullah-Regimes mit Granaten beworfen.

Vor ein paar Jahren feierten einige mutige Menschen das persische Neujahrsfest Norooz am Grab von Kourosh II. dem Gründer des persischen Reichs. Jahr für Jahr wiederholen sie diesen symbolische Akt  und mussten in diesem Jahr um ihr Leben fürchten. Schlägertypen der Islamischen Republik hatten sich – zivil gekleidtet – unter den friedliche feiernden Menschen gemischt. Sie begannen – ungeachtet dessen, dass sie sich an einem historischen Ort befinden – Granaten auf die Menschen zu werfen. Mit lautem Gebrüll forderten sie die Frauen, Männer und Kinder auf, die Grabstätten von Imamen aufzusuchen. So weit bekannt wurde zum Glück niemand verletzt und die Grabstätte von Kourosh dem Großen nicht beschädigt.

Das historische Norooz-Fest ist den Mullahs schon immer ein Dorn im Auge gewesen, weil es eines der größten historischen Belege ist, dass die Perser nicht ursprünglich dem Islam angehören. Dieser Punkt der Geschichte ist für die Mullahs, die versuchen die historische Vergangenheit des Irans und seine Errungenschaften für die Menschheit auszzulöschen, schon immer ein dunkler Fleck gewesen. In den Schulbüchern haben sie die Geschichte neu schreiben lassen, aber aus den Köpfen der Perser können sie  auslöschen, woher sie stammen. Vor allem im Exil, wo die Möglichkeiten groß sind, wird dieses Neujahrfest järhlich ein kleines Stückchen größer gefeiert

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Das Jahr 2013 ist politisch sehr spannend für den Iran. Im Sommer werden wieder „Präsidentschaftswahlen“ veranstaltet und derzeit ist völlig unklar, wen Chamenei diesmal zum Präsidenten ernennen wird. Nur das es Ahmadinejad nicht wird, ist klar.

Seit Monaten herrscht eine miserable Stimmung im Land. Die Inflationsrate ist unfassbar hoch, Grundnahrungsmittel sind kaum noch zu bezahlen. Und mehr als zuvor denkt fast jeder Perser, wie er das Land verlassen und irgendwo anders ein neues Leben beginnen kann.

Das Regime hat eigentlich nur zwei Wahl-Möglichkeiten: Entweder ist der greise einarmige Möchte-Gern-Gott Chamenei gänzlich auf Konfrontation aus und setzt erneut einen krass konservativen Vollidioten wie Ahmadinejad auf den Thron, oder aber er legt den Westen wieder herein, in denen er ihnen einen sogenannten „Reformer“ präsentiert“, der brillant palavern kann, während im Hintergrund die Perser brutal unterdrückt werden und lustig am Atomprogramm weiter gebastelt wird. Vorteil hier: Dank des „Reformers“ könnten ja auch gewisse Sanktionen, die den Herrschern gerade das Genick brechen, wieder aufgehoben werden.

Wie das Volk nach der Wahl reagiert, ist ebenfalls derzeit nicht einfach einzuschätzen. Ausgehend von den Erfahrungen, die die mutigen Widerständler im Sommer 2009 gesammelt haben, müssten sie eigentlich alles hinnehmen wie es kommt – der Westen wird sie garantiert erneut ganz alleine lassen.

Wie es auch kommen wird, die Lobbyisten der Mullahs im Ausland werden ganze Arbeit leisten und für das Regime weiterhin werben. Und da wir gerade dabei sind: So sehen Lobbyisten der Islamischen Republik aus:

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