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Posts Tagged ‘Hinrichtung’

Der Iran scheint ein Hort von Kriminellen zu sein: Nie hört man, dass Menschen wegen ihren Aktivitäten gegen das Regime von deren Henkern ermordert werden. Stest sind es Schmuggler, Mörder und Vergewaltiger, die den Tod finden. Und nun traf es – ganz still und heimlich – wieder 22 Menschen. Diesesmal waren es allesamt „Drogenschmuggler“.

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Während in den Nordafrikanischen Staaten gerade die Menschen das tun, was die Perser vor eineinhalb Jahren gemacht haben, ist das Regime in Teheran schon einen Schritt weiter. Einige ausgewählte Demonstranten werden ermordet. Am vergangenen Samstag traf es Zahra Bahrami, eine Perserin mit niederländischem Pass. Offiziell haben die Mullahs sie natürlich nicht gehängt, weil sie gegen Ahmadienejad protestiert hat. Aber auch nicht aus dem Grund, was viele jetzt sofort annehmen: Sie war auch keine Spionin Israels, der USA oder der Niederlande. Nein, nein, die 45-jährige war eine Dealerin! Bietet sich ja auch perfekt an, wenn sie aus Holland kam…

Tja und die Niederlande ist natürlich sehr empört, nennt diese Tat barbarisch und fordert nun Sanktionen von der EU. Aber erstaunlicherweise kommt dieses demokratische Land nicht auf die Idee, zunächst mal unilateral Sanktionen zu verhängen. Einfach nur mal so symbolisch. Aber egal, Bahramis Name wird schon bald in Vergessenheit geraten, schließlich ist sie ja nur eine von vielen. Wer kann sich denn schon an die Ermordeten vom vergangenen Jahr noch erinnern.

Es ist bitter, was mit einem Menschen im Mullah-Land  geschieht, nur weil er sein angeborenes Recht – seine Meinung frei zu äußern – in Anspruch nimmt. Und man braucht leider nicht viel Fantasie um sich vorzustellen, was  dieser Frau im Gefängnis an psychischen und seelischen Schmerzen zugefügt wurde, bis sie sterben musste.

Aber so leidvoll diese Geschichte, insbesondere für die Kinder Bahramis, auch ist: Wir können nicht verschweigen, dass sie einen schwerwiegenden Fehler gemacht hat.  Vor 16 Jahren ist sie aus der Islamischen Republik geflüchtet, hat um politisches Asyl in den Niederlanden gebeten. Und dann fällt ihr nichts Besseres ein, als bei der erstbesten Gelegenheit – als sie offizielle Niederländerin ist – in den Gottesstaat zu reisen? Was können das für politische Gründe gewesen sein, die sie zum Flüchten veranlassten, sie aber nicht daran hinderten, in ihr Heimatland zurückzukehren? Und wenn es dieses Land wert ist, dass man ihn bereist, warum ist er es nicht wert, dass man seine Kräfte bündelt und gegen die Mullahs einsetzt? Denn solange dieses Land von den Mullahs besetzt ist, muss jeder um sein Leben fürchten; eurpäische/amerikanische Staatsbürgerschaft hin oder her.

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Diesen Frauen droht der Tod

Von Anne Holstein

Mariam (27) und Marzieh (30) lächeln. Es ist das letzte Foto der Iranerinnen in Freiheit. Jetzt sitzen die Frauen im schlimmsten Knast von Teheran. Ihr Verbrechen: Sie sind vom Islam zum Christentum übergetreten.

Menschenrechtlerin und Autorin Sabatina James (27) kämpft für die Freilassung der jungen Christinnen, berichtet: „Sie sitzen in Einzelhaft, werden mit verbundenen Augen verhört, fünf Mal am Tag ausgepeitscht. Wasser und Essensrationen sind auf das Minimum reduziert.“

Unglaublich: Diese Foltermaßnahmen stehen im iranischen Gesetz für Frauen!

Unter §225.10 für „den Abfall vom Islam“ ist dort zu lesen: „An den fünf täglichen Gebetszeiten muss die Frau ausgepeitscht werden. Ihre Lebensqualität, die Menge des Essens, der Bekleidung und des Wassers muss herabgesetzt werden, bis die Frau Reue zeigt.“

Was ist das für ein Land, in dem man für seine Religion ganz legal gefoltert wird?
Sabatina James: „Im Iran werden jedes Jahr fast 90.000 gläubige Christen verfolgt, gefoltert und getötet. Religionsfreiheit gibt es dort nicht. Wer nicht an den Islam glaubt, wird ausgelöscht.“

In einem Schauprozess stehen Mariam und Marzieh seit August vor Gericht. Sollten sie tatsächlich verurteilt werden, droht ihnen nach iranischem Gesetzt die Todesstrafe.

Sabatina James arbeitet mit dem Auswärtigen Amt und verschiedenen Menschenrechtsorganisationen zusammen, sammelt Unterschriften für eine sofortige Freilassung der beiden Frauen.

Wer Mariam und Marzieh helfen will, kann sich unter www.sabatina-ev.de über ihren Fall informieren.

Quelle: Bild-online.de

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Am gestrigen Freitag wurden drei junge Männer in Shiraz gehängt. Sie wurden für schuldig befunden im April 2008 für eine Bombenexplosion in einer Moschee in Shiraz verantwortlich gewesen zu sein, bei der 14 Menschen ums Leben gekommen sind.

In einem Land, in dem der geistliche Führer Chamenei  jeden Atemzug kontrollieren lässt erscheint es höchst zweifelhaft, dass diese drei Männer die Möglichkeit hatten in aller Seelenruhe eine Bombe anzubringen und sie auch noch hochgehen zu lassen und das ausgerechnet in einer Moschee. Es wäre aber keine Verurteilung á la Islamische Republik Iran gewesen, wenn die Paranoia der Herrscher nicht wieder sichtbar werden würde: Laut Gericht unterhielten die drei Männer Kontakte zu den USA und würden mit deren Hilfe den Iran destabilisieren wollen. Mit anderen Worten: sie waren Spione. Selbstverständlich haben die drei auch alles zugegeben.

Das scheint die neueste Argumantation des Mullahregimes zu sein, wenn jemand nicht ein Mörder, Dealer, Vergewaltiger oder Menschenhändler ist, dann wird er einfach zum Spion gemacht. Was man den zum Tode veruteilten stets auch zu Lasten legt ist vollkommen nebensächlich, denn niemand prüft nach.

http://hosted.ap.org/dynamic/stories/M/ML_IRAN_MOSQUE_EXPLOSION?SITE=VAHAR&SECTION=HOME&TEMPLATE=DEFAULT

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Wie “Spiegel Online” heute berichtet,  sind zwei Menschen im vergangegen Monat in Maschad durch Steinigung getötet worden. Ein dritter zum Tode verurteilter Mann konnte sich aus seinem Erdloch, in das die Menschen zur Steinigung gesteckt werden, befreien und wurde nach geltendem Recht freigesprochen.                                                                                                                                                                                     Mittlerweile sind es nun 13 bekanntgewordene Hinrichtung im Dezember 2008.  Neben dem 17 jährigen Behnood Shojaee wurden am 24. Dezember weitere zehn Menschen hingerichtet.

Nachdenklich stimmen einem die Taten, die jene Menschen angeblich begangen haben sollen, die durch die Mullah-Justiz regelmäßig zu Tode verurteilt werden: Es geht grundsätzlich immer um Ehebruch, Vergewaltigung,  Drogen- oder Menschenhandel. Nie wurde in 30 Jahren Islamische Republik auch nur ein einziger Regimegegner hingerichtet.

Besonders bemerkenswert ist “Ehebruch” als Exekutionsgrund bei Männern: In der Islamischen Republik Iran, in dem es jedem Mann rechtlich gestattet ist vier Ehefrauen zu haben und jeder Mann durch die sogenannte “sighe” (Ehe auf  Zeit, bei dem Mann sich für kurze Zeit mit einer Frau aus dem einzigen Grund verheiratet, um mit ihr intim werden zu können) unendliche Freiheiten hat, seine Sexualität ausleben zu können, wie kann er dann noch Ehebruch begehen?

http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,601006,00.html

http://www.iranpressnews.com/english/source/051586.html

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