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Posts Tagged ‘Demonstrationen’

Während in den Nordafrikanischen Staaten gerade die Menschen das tun, was die Perser vor eineinhalb Jahren gemacht haben, ist das Regime in Teheran schon einen Schritt weiter. Einige ausgewählte Demonstranten werden ermordet. Am vergangenen Samstag traf es Zahra Bahrami, eine Perserin mit niederländischem Pass. Offiziell haben die Mullahs sie natürlich nicht gehängt, weil sie gegen Ahmadienejad protestiert hat. Aber auch nicht aus dem Grund, was viele jetzt sofort annehmen: Sie war auch keine Spionin Israels, der USA oder der Niederlande. Nein, nein, die 45-jährige war eine Dealerin! Bietet sich ja auch perfekt an, wenn sie aus Holland kam…

Tja und die Niederlande ist natürlich sehr empört, nennt diese Tat barbarisch und fordert nun Sanktionen von der EU. Aber erstaunlicherweise kommt dieses demokratische Land nicht auf die Idee, zunächst mal unilateral Sanktionen zu verhängen. Einfach nur mal so symbolisch. Aber egal, Bahramis Name wird schon bald in Vergessenheit geraten, schließlich ist sie ja nur eine von vielen. Wer kann sich denn schon an die Ermordeten vom vergangenen Jahr noch erinnern.

Es ist bitter, was mit einem Menschen im Mullah-Land  geschieht, nur weil er sein angeborenes Recht – seine Meinung frei zu äußern – in Anspruch nimmt. Und man braucht leider nicht viel Fantasie um sich vorzustellen, was  dieser Frau im Gefängnis an psychischen und seelischen Schmerzen zugefügt wurde, bis sie sterben musste.

Aber so leidvoll diese Geschichte, insbesondere für die Kinder Bahramis, auch ist: Wir können nicht verschweigen, dass sie einen schwerwiegenden Fehler gemacht hat.  Vor 16 Jahren ist sie aus der Islamischen Republik geflüchtet, hat um politisches Asyl in den Niederlanden gebeten. Und dann fällt ihr nichts Besseres ein, als bei der erstbesten Gelegenheit – als sie offizielle Niederländerin ist – in den Gottesstaat zu reisen? Was können das für politische Gründe gewesen sein, die sie zum Flüchten veranlassten, sie aber nicht daran hinderten, in ihr Heimatland zurückzukehren? Und wenn es dieses Land wert ist, dass man ihn bereist, warum ist er es nicht wert, dass man seine Kräfte bündelt und gegen die Mullahs einsetzt? Denn solange dieses Land von den Mullahs besetzt ist, muss jeder um sein Leben fürchten; eurpäische/amerikanische Staatsbürgerschaft hin oder her.

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Iranbato hat in seinen Beiträgen auch die Iraner, speziell die Exil-Iraner thematisiert, die in den Jahren ihres Aufenthaltes wohl vergessen haben, warum sie einst das Land verlassen haben. In schöner Regelmäßigkeit reisen sie in den Iran, gestern noch Asylant, heute also Urlauber.
Viele von ihnen vermeiden es zu Demonstrationen zu gehen, denn die Handlanger der Mullahs spionieren die Perser auch im Ausland aus. Zu groß ist die Angst bei den Urlaubern, womöglich den nächsten Sommer im Land Schwierigkeiten zu bekommen. Andere wiederum kommen doch, verstecken aber ihre Gesichter hinter XXXL-Sonnenbrillen, Hüten usw. Im vergangenen Sommer nahm die Islamische Republik den Urlaubern die Pässe ab, wenn diese im Ausland bei einer Demo beteiligt waren. Und darüber, was mit den Persern im Land geschehen ist, die demonstriert haben, brauchen wir an dieser Stelle nicht mehr zu sprechen.
Behrang aber sieht das alles etwas anders. Behrang ist ein Fantasie-Name, für irgendeinen Mann oder eine Frau, der meint, im Namen des persischen Volkes zu sprechen, und ihm dabei in den Rücken fällt,ihn verrät und die Mullahs verteidigt. Behrang hat an eine Linke Organisation ein Leserbrief geschrieben, und was er schreibt ist Hochverrat an das persische Volk:

Sehr geehrte Frau Mohns,

sie sollten sich im klaren sein, dass das was Sie in Ihrem Bericht über den Iran schreiben nicht den Tatsachen entspricht.
Kein Wunder, das das Bundesamt den Antrag auf Asyl abgelehnt hat.

Keiner braucht sich im Iran davor zu fürchten, dass er getötet wird, nur weil er auf einer Demo teilgenommen hat. Das ist total lächerlich und einfach nur Stimmungsmache.

Ich finde es sehr schön, dass Sie sich für meine Landsleute einsetzen. Aber genau diese Landsleute reisen sobald Sie Ihre Aufenthaltsgenehmigugn haben in den Iran zurück. Sie sollten sich mal selber ein Bild davon machen wieviele iraner allein aus Frankfurt mit einem Blauen- Duldungspass in den Iran reisen.

Ich fliege selber des öfteren in den Iran. Keiner wird dort verhaftet oder gefoltert weil er auf einer Demonstration teilgenommen hat.

Klar wenn ein Mopp von Menschen Banken plündern wollen, wenn ein Mopp Regierungsgebäude angreifen, wenn Demonstranten Büsse anzünden, wenn Demonstranten Reifen und Mülleimer anzünden dann werden diese Menschen festgenommen.
Dies wird auch in Deutschland so sein, es sei denn, Sie wollen was anderes Behaupten.

Also vielen Dank, dass Sie sich für meine Landsleute so einsetzen, aber halten Sie den Ball flach.

Ebenso habe ich an das Bundesamt einen ausführlichen Bericht versandt, mit klaren beweisen, dass die iranische Führung definitiv keine Demonstranten tötet oder foltert, aber dass wissen die vom Bundesamt sowieso.

mfg

Behrang

An dieser Stelle sei darauf hingewiesen, dass wir keine Kenntnis davon haben, was Frau Mohns geschrieben oder gesagt hat. Die Linken, die Ewiggestrigen, die nicht einsehen wollen, dass der Sozialismus mehr als einmal versagt hat und am Ende ist, verdrehen gerne auch einmal die Realität, machen gemeinsame Sache mit rechten Randgruppen, wenn es ihrer Sache dient. Doch aus dem, was Behrang geschrieben hat, hört es sich so an, als ob „Frau Mohns“ die Lage richtig erkannt hat.

Beim Lesen des Briefs von Behrang stellt man sich zu allererst die Frage: Warum ist er in Deutschland??? Wenn es scheinbar keine Probleme mit den Mullahs gibt, die selbst dann nicht gewalttätig werden, wenn man ihnen offen sagt, dass man sie loswerden will, dann müssen sie in anderen Bereichen doch auch ganz toll sein! Also Behrang, was machst du in Deutschland? Zieh doch zu den Mullahs, dann sparst du dir auch die Urlaubskosten.
Nach Einschätzung des Experten Behrang braucht auch kein Perser Angst um sein Leben zu haben, wenn er an einer Demo teilnimmt. Was ist dann mit Neda, die auf offener Straße vor den Augen der Welt erschossen wurde? Sie war nicht einmal aktiv an der Demo beteiligt. Was ist mit den anderen Opfern, deren blutüberlaufene Körper als Bild um die Welt gegangen sind? Was ist mit Sohrab, ebenfalls hinterhältig auf der Demo erschossen? Was ist mit den vielen Hundert Gefangenen, die während der Demo festgenommen wurden, ihre Familien zum Teil bis heute nichts über deren Schicksal wissen? Oder mit jenen Demo-Teilnehmern, die in den Gefängnissen zu Tode gefoltert und/oder vergewaltigt wurden? Alles nur Einbildung Behrang?
In einem hat Behrang recht, nämlich in dem, was er zu den Urlaubern sagt, zu denen er selbst gehört. DESWEGEN ist es heute als Perser schwierig Asyl in Deutschland zu erhalten. „Der Richter sagte zu mir, sie können doch gar keine Schwierigkeiten haben, ihre Landsleute fliegen doch immer in die Heimat“, erzählte mir kürzlich eine Perserin, die seit acht Jahren um die Anerkennung als Asylantin kämpft. Es sind Behrang und seinesgleichen, die dafür gesorgt haben, dass nun an allen Persern gezweifelt wird und denen, die auf Asyl angewiesen sind, die Anerkennung oft verweigert wird.

Aber Behrang, der sich so die Mühe macht, die halbe Welt anzuschreiben, dass die Mullahs keine Tyrannen und Mörder sind, sondern gesetzestreue Humanisten, hat ja auch „Beweise“ dafür, dass die Mullahs liebvolle Väter sind, die „ihrem Volk“ nie was antun würden, nur weil diese an eine Anti-Mullah Demo teilnehmen. Nur welche Beweise das sind, da schweigt sich Behrang aus. Welche Beweise aber können stärker sein als der Mord an Demonstranten vor laufenden Kameras?

Behrang, ein Verräter aus den eigenen Reihen.

Und hier für Behrang noch ein Beweis, dass er bei seinen peinlichen Bemühungen dieses barbarische Regime zu verteidigen, unbedingt mit einbringen sollte:

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Clotilde Reiss, die junge Französin, die während der Demonstrationen im vergangenen Sommer festgenommen wurde, ist heute wieder sicher in Frankreich gelandet. Schön für Reiss, ihre Familie. Ganz besonders aber für Sarkozy, der sich für diese gelungene Befreiung feiern lassen wird.
Es bleiben aber eine Menge Fragen offen. Die erste wäre, was hat Reiss überhaupt im Mullah-Land gemacht? Lektorin sei sie gewesen an der Universität in Isfahan. Was kann eine so junge Frau dazu bewegen in den Iran zu gehen? Ein Land, das Gesetze nicht kennt, wo man als Ausländerin immer mit einer gewissen Furcht leben muss? Für die Karriere ist die Islamische Republik Iran auch nicht umbedingt die Adresse, die sich im Lebenslauf hervorragend macht und einen weiter bringt. Die Mullahs sind nicht als Freunde von weltlicher Bildung bekannt. Und die Mullahs lassen auch nicht jeden ins Land. Gerade im Bereich der Wissenschaft walten sie mit äußerster Vorsicht. Statistiken etwa, die beispielsweise Professor Volker Perthes gerne mal aus seinem Hut zaubert, sind das Papier nicht wert auf das sie stehen. Wissenschaftliche Studien sind dann glaubwürdig, wenn sie ohne Einschränkungen durchgeführt werden können. Das heißt, dass man zu jedem, den man für die Studie braucht, freien Zugang haben muss, die Personen nicht etwa vorher vom Regime selektiert wurden. Es bedeutet auch, dass alle Fragen gestellt werden können, ohne einen Aufpasser im Nacken und die Gefragten die Fragen ohne Einschränkungen beantworten. Im Mullah-Reich ist eine solche Studie unmöglich. Es sind also nicht die wissenschaftlichen Bedingungen gewesen, die Reiss in die Islamische Republik lockten.
Nun ist die junge Frau frei und Spiegel Online macht in seiner Meldung gewisse Andeutungen: So reißen die Stimmen nicht ab, die sagen, dass Frankeich sich auf ein Deal eingelassen hat. Es fällt immer wieder der Name Ali Wakili Rad. Er ist der Mörder von Shahpour Bakhtiar. Es bedarf nicht viel Phatansie um sich auszumalen, wer wohl der Auftraggeber des Mordes war. Es war auch die Islamische Republik, die damals einen französischen Anwalt zur Verteidigung Rads bezahlt hat. Was aber der Spiegel sehr vorsichtig formuliert, ist längst passiert: Reiss wurde freigelassen, im Gegenzug darf Mörder Rad wieder in die Islamischre Republik. Das hat Radio Israel vor einer Stunde bestätigt.

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Dass es in den 30 Jahren des Daseins der Islamischen Republik  immer wieder Situationen gab, bei denen man am Verstand der Machthaber gezweifelt hat, ist nichts Neues; längst hat man sich daran gewöhnt. Weiß man doch, dass sie mehrheitlich nicht in den Genuss weltlicher Bildung gekommen sind und es einzig aufgrund ihrer Treue zum System und zum geistlichen Führer zu hohen Positionen gebracht haben. Dennoch schafft es das Mullah-Regime in manchen Momenten, dass man zunächst sprachlos ist, und diese Sprachlosigkeit dann über geht ins unglaubliche Kopfschütteln.

Folgenden Beitrag hat die Nachrichtenagentur Reuters am heutigen Tag auf ihrer Website veröffentlicht:

Iran bestellt französischen Botschafter ein

Teheran (Reuters) – Der Iran hat den französischen Botschafter ins Außenministerium einbestellt, um gegen die angebliche Unterdrückung von Demonstrationen am Vorabend des Nationalfeiertags zu protestieren.

Die amtlichen Medien der Islamischen Republik berichteten am Donnerstag, am Vorabend des 14. Juli habe die französische Polizei eine große Zahl von Menschen verprügelt und festgenommen, die gegen die Politik von Präsident Nicolas Sarkozy protestiert hätten. „Die umfassende Unterdrückung von Protesten gegen die Politik Sarkozys hat eine nicht hinnehmbare Menschenrechtssituation geschaffen, gegen die die Islamische Republik protestiert“, erklärte ein leitender iranischer Regierungsvertreter Botschafter Bernard Poletti.

Die französische Polizei hatte in der Nacht zum Dienstag bei Krawallen in verarmten Vorstädten 240 Menschen festgenommen. Ein Dutzend Polizisten wurden nach offiziellen Angaben bei dem Einsatz verletzt.

Frankreich hatte im Juni massive Kritik an dem gewaltsamen Vorgehen iranischer Sicherheitskräfte gegen Demonstranten geäußert, die gegen das offizielle Ergebnis der Präsidentenwahl vom 12. Juni demonstrierten. Sarkozy hatte damals gesagt, dass iranische Volk verdiene eine bessere Führung als die gegenwärtige.

Angesichts der Bilder, die seit mehr als vier Wochen aus dem Iran um die Welt gehen, die prügelnde Polizisten zeigen und Zivilschläger, die mit Messern in der Hand Menschen jagen; angesichts des Mordes an der jungen Frau Neda und an den Teenager Sohrab und die vielen anderen Opfer, die noch namens- und gesichtslos sind, ist man zunächst sprachlos.

Sollten die französichen Polizisten tatsächlich so brutal vorgegangen sein, dann ist es doch -um es nach den Worten des Mullah-Regimes zu sagen- eine innere Angelegenheit. In seinen Augen müsste ein solches Vorgen legitimiert sein; schließlich prügelt, foltert und mordet es seit mehr als vier Wochen vor den Augen der Welt; nachdem er es 30 Jahre lang „heimlich“ gemacht hat. Die Verhaltensweise der Mullahs ist lediglich eine billige Provokation, um von sich selbst abzulenken. Doch das, was auf dem zweiten Blick erkennbar hinter diesem Verhalten steckt, ist zutiefst beunruhigend: Die Mullahs verfolgen eine primitive Freund-Feind Strategie. Weil man eng mit der Volksrepublik China befreundet ist, stört man sich nicht weiter daran, dass chinesische Polizisten derzeit auf muslimische Uiguren einprügeln. Lieber unterstellt man der deutschen Bundesregierung indirekt rassistische Züge aufgrund des Mordes an der Ägypterin aus Dresden, die von einem betrunkenen Deutsch-Russen niedergestochen wurde. Welche Verbindung es zwischen dieser bedauernswerten Einzeltat und der Bundesregierung geben soll, darauf wissen auch die nie um eine Antwort verlegenen Mullahs diesmal keine Antwort. Es fällt auf: Wenn „Freunde“ etwas tun, dann ist die Welt in Ordnung. Auf ihre sogenannten Freunde hören die Greise aus Teheran und richten gar ihre Politik nach ihnen. Wer aber nicht als Freund eingestuft wird, wird mit allen Mitteln bekämpft; alles ist recht und billig. Schaut man sich an, wer die Islamische Republik vom Bau einer Atombombe abhalten will (dabei soll an dieser Stelle außer Acht gelassen werden, wie halbherzig sie das tun), dann sind es die „klassischen Feinde“. Wer Feind ist -und ein solches System ist immer abhängig von einem gültigen Feindbild- von dem lässt man sich nichts sagen und schlimmer noch, man will es ihm zeigen und dabei ist alles recht und billig!

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In den letzten Wochen haben Menschen auf der ganzen Welt auf ganz unterschiedliche Weise ihre Solidarität mit den Demonstranten in Iran gezeigt. Twitter-user stellten ihre Accounts auf „Tehran“, um die Suche der Sicherheitskräfte nach Dissidentenaccounts zu erschweren, andere Internetnutzer versuchten mit Mails und Programmen, die Denunziation von Demonstranten zu behindern. Musiker nahmen Songs auf, um Ihre Solidarität zu zeigen. Der Mainzer Künstler Stefan Budian machte mit einer gelungenen Kunstaktion auf die Lage in Iran aufmerksam. Begleitet wurde von seine Aktion von dem Sammeln von Unterschriften für die Erklärung „Ich schaue hin“. Stefan Budian, hauptverantwortlich für das Projekt, äußerte sich in seiner abschließenden Stellungnahme, er sei zufrieden mit dem gelungenen Ablauf. Weitere künstlerische Solidaritätsaktionen sind geplant. Neben Internetaktivismus und Kunstaktionen wurden in den letzten Wochen auch diverse Demonstrationen zur Unterstützung der Protestierenden in Iran abgehalten. Diese werden auch in den kommenden Tagen fortgesetzt. Unter Anderem findet am Freitag in Regensburg eine von Iran Baham unterstütze Kundgebung statt. Wir rufen an dieser Stelle zur regen Teilnahme an der Kundgebung auf und bitten darum, den Termin weiter zu verbreiten! Beginn der Kundgebung ist um 12 Uhr am Haidplatz. Für weitere Demotermine verweisen wir auf folgende Websites: Free Iran Now sowie Stop the Bomb.

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