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Posts Tagged ‘Chamenei’

Einen Fehler zuzugeben, ist nicht ganz leicht. Vor allem bei Medien ist das so ein Problem mit dem Eingeständnis, denn sie glauben von Natur aus allwissend zu sein und immer Recht zu haben.

So geschehen beim Spiegel. Konkret geht es um den folgenden Artikel http://www.spiegel.de/politik/ausland/iran-ajatollah-chamenei-lehnt-einlenken-in-atomgespraechen-in-genf-ab-a-934609.html

Dort wird der Satz „Marg bar Amrika“ für den Leser so übersetzt: „Diese Parole lässt sich sowohl als Tod den USA als auch Nieder mit den USA übersetzen.“
Diese Übersetzung ist schlicht und ergreifend faslch. Marg hat nur eine einzige Bedeutung und das ist Tod. Ein Missverständnis dachte ich mir nach dem Lesen, kann ja mal passieren. Also schrieb ich an die ehrenwerte Redaktion ein Kommentar mit dem Hinweis, dass sie falsch übersetzt hat. Und was passiert? Nichts! Der Spiegel hat sich einfach mal entschieden die Bemerkung nicht freizuschalten. Ich muss es eigentlich nicht betonen, tue es dennoch: Es versteht sich von selbst, dass der Kommentar keine Beleidigungen enthielt.

Warum aber schreibe ich dennoch hier einen Beitrag im Blog, es geht ja nur um eine Kleinigkeit? Ob nun Tod oder Niedergang, beide Wörter machen deutlich, wie feindselig die IRI gegenüber den USA eingestellt ist – auch wenn der Ober-Mufti gerade etwas anderes behauptet. Ja, die falsche Übersetzung ist etwas Belangloses. Aber durch die Verweigerung mein Kommentar freizuschalten, fällt ein schlechtes Licht auf den Spiegel. Sollen die Leser irre geführt werden? Und wenn bei einer solchen Kleinigkeit gelogen wird, wie ist es dann bei brisanteren Inhalten?

Für mich hat der Spiegel heute seine Glaubwürdigkeit verloren!

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Der Ton wird schärfer

Ganz neue Seiten zeigt Präsident Obama, der bislang außenpolitisch, sagen wir mal, eher unglücklich wirkte. Spiegel-Online zufolge soll er den Geistlichen-Möchte-Gern-Führer der IRI direkt gewarnt haben, die Straße von Hormus nicht zu blockieren. Das ist erstaunlich, war Obama bislang nicht unbedingt damit aufgefallen, den Mullas das Leben schwer machen zu wollen.

Im Gleichen Artikel wird allerdings auch deutlich, wie sich Obamas Amerika den Arabern an den Hals wirft und ihnen schmeichelt, weil sie glaubt, sie könnten Verbündete sei. So wird  US-Admiral Jonathan W. Greenert, Chief of Naval Operations zitiert, der den Persischen Golf als arabisch bezeichnet. Wir haben an verschiedenen Stellen deutlich gemacht, dass es einen arabischen Golf nie gegeben hat. Auch die UNO empfiehlt die Bezeichnung Persischer Golf. Wer das irgnoriert, zeigt seine Arroganz und degradiert die UNO. Interessant ist dabei, dass es immer jene Regierungen sind, die lauthals nach der UNO rufen, wenn es ihnen gerade in den Kram passt.

Wir werden auch in Zukunft nicht müde für alle Ignoraten zu wiederholen: Es gibt historisch gesehen keinen arabischen Golf. Es gibt ausschließlich den Persischen Golf und wer sich als Demokrat bezeichnet, hält sich an die Empfehlung der Vereinten Nationen!

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Es ist schön, wenn sich westliche Medien mit der Islamischen Republik auseinandersetzen und über den Dreck der Mullahs berichten. In der IRI gab es einen unfassbaren Finanzskandal: 3 Milliarden Dollar (!) sind ganz einfach „verschwunden“. Ein einziger Mann hat das Geld eingepackt und sich in Kanada abgesetzt, wo er stolzer Hausbesitzer ist. Eine Immobilie, die sich nur Steinreiche leisten können (vermutlich besitzt er noch mehr, aber darüber haben wir keine verlässlichen Informationen). Es ist auch der IRI bekannt, wo der Typ sich aufhält. Zu seinen Nachbarn in einem der feinenen Gegenden Kanadas zählen auch andere Gestalten der IRI. Ist es möglich, dass er Mann stiehlt, an einen Ort flüchtet, die die IRI kennt und sie rächt sicht nicht? Selten so gut gelacht!

Während die meisten imWesten keine Ahung von diesem einmaligen Vorfall haben, hat sich der österreichische „Standard“ des Themas angenommen, wenn auch nur oberflächlich. Und obwohl das gut gemeint war erkennt man, dass kaum ein europäischer Schreiberling Ahnung von dem hat, was im Mullah-Reich so passiert. Der Autor, der verständlicherweise seinen Namen nicht preisgibt, weil er sich fürchtet, schreibt, dass Ahmadinejad tief in dem Finanzskandal drinsteckt, weil die Spur dieses Betrugs am persischen Volk, zu seinem engsten Mitarbeiter  führt. Der erste Fehler ist: Alle Perser wissen, wer der Dieb ist. Sein Foto wurde von allen persischen Medien im Ausland mehrfach gezeigt. Der zweite Fehler: Ahmadinejad wird seinen Kopf sicher nicht hinhalten müssen. Warum? Ganz einfach: Der einarmige Führer Chamenei steckt ebenfalls drin.

Eines muss man als Grundvoraussetzung verinnerlichen, um die IRI zu verstehen: In diesem Land atmet niemand, stirbt niemand und wird niemand reich ohne, dass der Geistliche Möchte-Gern-Führer Chamenei es weiß. 3 Milliarden Dollar können in einem totalitären Staat nicht einfach so verschwinden. Eine solche Summe bedarf der Zustimmung vieler, ganz vieler Herren und des lieben Führers. Chamenei hat jüngst in seinem Freitsggebet gefordet, die Perser sollen aufhören, die „Sache“ so in die Länge zu ziehen. 3 Milliarden sind also nur mal ne Sache, aha. Und wenn Ahmadinejad tatsächlich allein dahinterstecken  und seinen Mentor und Förderer Chemenei so dermaßen hintergehen würde, wäre er augenblicklich tot. Offiziell würde es vermutlich lauten: „Der Präsident hatte einen Unfall.“ Und von dem Betrug hätten wir nichts mitbekommen.

Chamenei wurde über den Vorgang genauestens unterrichtet und hat vermutlich sogar alles angeordnet. 3 Milliarden Dollar wurden dem persischen Volk gestohlen, es ist unfassbar. Doch vielleicht steckt darin etwas Hoffnung: Die Uhr schlägt 12 für die Mullahs. Ihre treuen Freunde China und Russland wenden sich langsam ab, Assad wird hoffentlich bald gestürzt. Wer bleibt? Der Westen – und das ist erstaunlich – baut stetig mehr Druck auf. Bald müssen sich die Bartträger eine neue Bleibe suchen – hoffentlich. Und dann wollen sie weiterhin das Leben genießen. Vielleicht ist diese „Sache“ ein billiger Trick Vermögen ins Ausland zu schaffen.

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Chamenei todkrank?

Seit gestern sind Gerüchte aufgekommen, der Geistliche Führer der Islamischen Republik, Chamenei, liege im Sterben. Bei Exilpersischen Medien haben sich mehrere Personen aus dem Iran gemeldet und berichteten, dass Chamenei ins Koma gefallen sei und sein Arzt gesagt hätte, dass er nichts mehr für ihn tun könne. Wiederum andere Anrufer erzählten, Chamenei sei bereits tot.

In den deutschen Medien hat lediglich Bild.de heute die Nachricht gemeldet; und auch hier kann man sich nicht auf Fakten stützen. Ob Chamenei im Koma liegt oder bereits tod ist, weiß derzeit niemand. Fakt jedoch ist, dass es schon seit Jahren hartnäckige Gerüchte um eine Krebserkrankung des alten Mannes gibt.

In den kommenden Tagen wird sich zeigen, ob der Greis noch lebt. Sein Tod kann zur Wende im Iran führen und ist somit mit großen Hoffnungen verbunden, denn es wird zu großen Streitereien kommen, wer die Nachfolge Chameneis antritt. Rafsanjani sieht sich als legitimen Nachfolger, doch da er als „Reformer“ gilt, werden die Hardliner ihn daran zu hindern wissen. Zusätzlich hat Rafsanjani das Problem, dass er kein Ayatollah ist. Laut Mullah-Recht darf nur ein Ayatollah Geistlicher Führer werden. Das Problem ist jedoch nicht unlösbar: Auch Chamenei ist kein Ayatollah, nach Chomeinis Tod hat man ihn in einer Nacht- und Nebelaktion zum Ayatollah gemacht. Normalerweise setzt dieser Titel lange Jahre des Studiums in der islamischen Religionslehre voraus.

Der Krieg, der um die Position des mächtigsten Mullahs im Iran ausbrechen könnte, kann zu einem günstigem Moment für die Perser werden: Wenn die Mullahs mit sich selbst beschäftigt sind, kann die kleinste Unachtsamkeit zu einem einen gefährlichen (letzten) Schlag gegen dieses totalitäre System führen. Die mutigen Perserinnen und Perser haben noch immer nicht aufgegeben.

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Wie die Wiener Zeitung vermeldet, hat Ali Chamenei den bisherigen Kommandanten der Basiji, Hossein Taeb, abgesetzt. Ersetzt wird dieser durch den Prominenten Pasdaran Mohammad Reza Nakdi, wie die NZZ berichtet. Gegen diesen, so ist vom Online-Auftritt der NZZ zu erfahren, wurden 2008 Uno-Sanktionen verhängt, da er in das Atomprogramm der Islamischen Republik involviert ist.  Schon während der Amtszeit Chatamis billigte Nakdi in seiner damaligen Funktion als  Chef des Geheimdienstes die Niederschlagung von Studentenprotesten.  Außerdem wird ihm laut NZZ vorgeworfen, für die Folter mehrerer Inhaftierter in den Neunzigerjahren verantwortlich zu sein. Nakdi bringt also die besten Referenzen für einen Job an der Spitze der Mörder- und Vergewaltigertruppe mit.  Gründe für den Führungswechsel bei den Basiji sind nicht bekannt, wie unter anderem die AFP meldet.

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Vor zwei Tagen ist in der iranischen Zeitung „Akhbare Rooz“ ein offener Brief des Philosophen Abdolkarim Soroush veröffentlich worden. Der Brief richtet sich an Chamenei. Darin wirft Soroush dem Geistlichen Führer vor, dieser sei verantwortlich dafür, „dass die Menschen ihren Glauben an die Religion und an den Propheten verlieren.“ Chamenei, so Soroush weiter, ginge es lediglich um Machterhalt; mit anderen Worten heißt dies nichts Geringeres, dass Chamenei seinen Glauben verloren hat. Eines der zahlreichen Vorwürfe Soroushs  lautet, dass Chamenei keine gesellschaftlichen Freiheiten zugelassen habe, stattdessen habe er „Mörder belohnt.“

Der Brief von Soroush mit all seinen Forderungen, Vorwürfen und Vorhersagen ist besonders interessant, da Soroush maßgeblich beteiligt war an der Revolution der Mullahs vor 30 Jahren. Soroush ist ihr Philosoph gewesen, jemand, der in den Anfängen der Islamischen Republik nahezu allabendlich im Fernsehen den Menschen pseudowissenschaftlich die Lehre des Islam erläutern sollte. Nun also wendet sich Soroush von seinen einstigen Freunden und Gönnern ab. Nur sollte man sich von seinem offenen Brief nicht blenden lassen: Soroush und auch alle anderen, die der „Grünen Bewegung“ angehören, namentlich Moussavi, Karroubi, Chatami, Rafsanjani oder der ehemlige Gefangene Akbar Ganji, der auf wundersame Weise aus dem Iran in die USA geflüchtet ist und nun grüne Demonstrationen abhält; sie alle konzentrieren sich lediglich auf den Greis Chamenei und seine Gefolgsleute. Die Islamische Republik als Solches stellen sie nicht infrage. Aus ihrer Sicht ist Chamenei ein alter Mann mit verstaubten Ansichten. Sie wollen die Macht ergreifen, der Islamischen Republik ein neues Gesicht verpassen, das scheinbar humaner und freundlicher ist, während sie tatsächlich nicht anders agieren werden als der jetzige Diktator auch. Warum das so ist erklärt sich aus dem Willen des Volkes, das ruft: „Unabhängigkeit, Freiheit, Iranische Republik!“.

Wenn Soroush also Chamenei heute vorwirft, dass es ihm nur um den Machterhalt gehen würde, ist dies wie ein Boomerang, der zu ihm zurückkommt, denn auch der „Grünen Bewegung“ geht es um den Machterhalt. Sie glaubt, wenn sie das Steinzeitsystem Islamische Republik neu ordnet, dann werden die Menschen mit ihrem Widerstand aufhören. Und hier zeigt sich, wie weit entfernt die Herrschaften von der Realität sind, denn längst haben die Menschen auch „Tod der Islamischen Republik“ gerufen.

Soroushs offener Brief ist nichts weniger als der armselige Versuch, sich und seine Freunde der „Grünen Bewegung“ zu retten, denn in einem demokratischen Iran, dass weiß der Philosoph, wird es keinen Platz für sie geben.

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Die Bilder von prügelnden „Polizisten“ und Basijis mit Messern in der Hand, die Jagd auf Menschen machten, sind um die Welt gegangen. Trotz Hightechüberwachung und der zeitweilig kompletten Lahmlegung des Internetsystems haben die Menschen des Iran dafür gesorgt, dass sich die Mullahs nach außen demaskieren.

Der Mut der Menschen hat nicht verhindern können, dass Ahmadinejad illegal zum Präsidenten gekrönt wird. Doch seither sitzt das Mullah-Regime längst nicht mehr fest im Sattel, ist gezwungen sich zu verändern und Zugeständnisse zu machen. So lässt der Geistliche Führer, der mehr als zwei Monate lang zugesehen hat, wie die Demonstranten zusammengeschlagen oder auf offener Straße ermordet wurden und der mit seinem Freitagsgebet nach den „Wahlen“ hauptverantwortlich ist, dass die Lage so eskaliert ist, wissen, dass „wer´strafbare Handlungen oder Verbrechen` begangen habe, genauso nach Recht und Gesetz zu Verantwortung gezogen werde wie diejenigen, die sich dem Staat widersetzt hätten.“ Und weiter heißt es, dass das Mullah-Regime keine Zugeständnisse in dieser Angelegenheit machen wolle.

Die Lage scheint für die Mullahs wirklich extrem angespannt zu sein, wenn der Obergreis nun so dermaßen auf den Knien rutscht, nachdem er so urplötzlich nach seinem Freitagsgebet verstummt war. Es wird -wenn überhaupt- vermutlich einige Schauprozesse geben, in denen Personen verschiedener Verbrechen für schudig befunden werden. Vielleicht werden sie gar zu Tode verurteilt. Dabei wird man sich die Frage stellen, ob es nicht womöglich polititische Gefangene sind, die für die Show missbraucht werden.

Und heute stellt man sich nach Chameneis Äußerung die Frage, wer seiner Meinung nach „strafbare Handlungen und Verbrechen“ begangen hat? Die Herren mit Schlagstöcken und Messern kann er nicht meinen, denn wie schon sein Ziehsohn Ahmadinejad direkt nach den „Wahlen“ das brutale Vorgehen erklärte, wird man nun einmal bestraft, wenn man eine rote Ampel überquert. Unwahrscheinlich ist auch, dass diejenigen, die in die Menge schossen und die ganzen Sohrabs und Nedas auf dem Gewissen haben, bestraft werden, denn Sohrab und Neda gehörten ja auch zu denjenigen die die rote Ampel überquert haben. Was aber tun, wenn die Ampel nun einmal dauerhaft rot ist?

So kann Chamenei nur noch diejenigen meinen, die in den Gefängnissen Kinder, Frauen und Männer vergewaltigt haben. Interessant ist diese Kehrtwende allemal, hieß es doch, dass diese Vorwürfe haltlos sind, da erfunden. Es stellt sich zudem die Frage, wie diese Verbrecher ausfindig gemacht werden sollen, denn Vergewaltigungen in den Gefängnissen haben systematisch stattgefunden. Immer mehr (Frauen) haben über ihre Qualen berichtet, denen sie gleich nach der Gründung des Gottesstaates ausgesetzt waren. Die Vergewaltigungen nach dem 12. Juni sind keine Einzelfälle. Sie fanden kontinuierlich bis heute statt; zunächst an Frauen, um ihnen ihre Würde zu nehmen. Später fand man heraus, dass man damit jedem Menschen seine Würde und in vielen Fällen seinen Lebensmut nehmen kann, und so wurde Vergewaltigung zum gängigen Foltermittel in den Gefängnissen der Islamischen Republik.

Soll Chamenei also nichts gewusst haben von diesen menschenverachtenden Methoden? Wenn nein, dann beweist er (einmal mehr), dass er als Geistlicher Füher, der gar über das Gesetz steht, versag hat. Wenn dieser Mann, ohne dessen Erlaubnis niemand  in dem Land auch nur atmen darf,  aber doch über die Geschehnisse informiert war, dann sollten sich die Obamas, Merkels und Sarkozys vor ihm fürchten und gewarnt sein, was diese Mullahs bereit sind zu tun und wie gewissenlos sie lügen, wenn es um ihre Macht geht.

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