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Archive for the ‘Media’ Category

Leben im Schatten des Konflikts

Ein wirklich sehenswerter Film über persische Juden in Israel.

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In der Regel ist es für die Perser nichts Gutes, wenn ausländische Politiker in das Land reisen. Es geht lediglich um lukrative Geschäftsbeziehungen. Während sich der Westen duckmäuserisch gibt und den Mullahs in den Allerwertesten kriecht, hat ein Mann Mut bewiesen: Der Außenminister Polens Radosław Sikorski. Er reiste küzrlich in den Iran und nahm neben Außenminister Mohammad Zarif keinen Blatt vor den Mund. Vielleicht, weil Sikorski nicht vergessen hat, wie es einst seinem Land ging. Hut ab für Ihren Mut Radosław Sikorski und gern mehr davon!

 

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Nicht umsonst hat Europa ganz, ganz tief durchgeatmtet, als klar war das der „Reformer“ Hassan Rohani zum Präsidenten ernannt wurde. Endlich ist der Weg frei, wieder in den Iran zu reisen, wie schön. Und so ließ eine Europäische Deleagtion, angeführt von der finnischen Grünen Tarja Cronberg, auch nicht viel Zeit vergehenen, um den guten Freunden, den greisen Bartträgern, einen netten Besuch abzustatten. Schließlich hat Europa wirtschaftliche Probleme, da müssen die Geschäfte mit dem Mullahs dringend wiederbelebt werden – jetzt wo sie so freundlich sind und bereit sind über ihr Atomprogramm zu sprechen.

Still und leise, fast schon heimlich haben sich die Europaabgeordneten also nach Tehran begeben – und das schon vor vier Tagen! Die Frauen des Europaparalementes haben natürlich so viel Respekt und tragen Kopftuch. Und sogleich findet man auch lobende Worte, allen voran die Cronberg: „Die Tatsache, dass Frauen im iranischen Parlament ihre eigene Fraktion bilden, ihre eigene Gruppe haben, diskutieren, zeigt eine Entwicklung der Gesellschaft. Man muss aber auch bedenken, dass der Iran eine konservative Gesellschaft ist.

Und Sie, liebe Leser, müssen bedenken, dass die Finnin gar keine Ahnung hat wovon sie spricht. Auf welchem Niveau unterhalten wir uns hier eigentlich? Frauen waren in der Zeit vor der IRI Anwältinnen, Richterinnen und Ministerinnen und nun sollen wir vor Freunde hüpfen, weil neun verschleierte Frauen vom einarmigen Banditen Chamenei freundlicherweise ins Parlament gelassen wurden – als Deko versteht sich. Liebe Frau Cronberg erst informieren, dann nachdenken und versuchen die Euro-Zeichen auszublenden und erst dann in die Kamera gucken und losreden. Und was heißt hier, dass der Iran eine konservative Gesellschaft ist? Wer ist die Gesellschaft? Die Mullahs? Ja, dann stimmt die Aussage. Unter Gesellschaft verstehe ich jedoch die Bevölkerung und die ist ganz und gar nicht konservativ. Öfter mal lesen tut auch überbezahlten Europa-Abgeordneten gut.

Und da nun bald Weihnachten ist und Sankt Rohani so freundlich ist, durfte die Delegation auch ganz werbeträchtig mit der langjährig verhafteten Anwältin und Menschenrechtsaktivistin Nassrin Soutoudeh sprechen, die Rohani vor kurzem frei gelassen hat (klar hat er das gemacht, er hat ja auch das Sagen). Auch mit dem Regisseur Jafar Panahi, der im Gefängnis sitzt, durfte sich die Delegation treffen. Alles Anzeichen, dass die islamische Republik auf dem Weg zur Demokratie ist…

Dumm nur, dass auf der Facebook-Seite von Jafar Panahi heute folgendes zu lesen war: „Die Grünen und ihre versteckte sympathie für das Mullah Regime. Nach mehrmaligen Reisen von Claudia Roth nach Iran und ihre Erläuterungen über Besserung der Situation der Gefangenen in Iran, nun eine weitere Parlementarierdelegation unter Leitung von Tarja Cronberg, Mitglied der Grünen in Europaparlament, die den Iran besuchten und sofort von der Mäßigung der politische Lage und Rücklauf der Hinrichtungen in Iran spricht. Gleichzeitig werden über 20 Menschen in verschiedene Gefängnisse in Iran hingerichtet.“ Der Vollständigkeit halber muss gesagt werden, dass Panahi selbst dies nicht geschrieben hat, sondern der in Deutschland lebende persische Schauspieler Ramin Yazdani. Panahi hat aber zu dieser Aussage verlinkt.

Noch tiefer konnte sich die Europaabgeordnete wohl hier vor den Männern, an deren Hände Blut klebt, nicht verbeugen. Nur zur Info: Keine persische Frau verbeugt sich vor einem Mann. Soviel zum Thema konservative Gesellschaft

Noch tiefer konnte sich die Europaabgeordnete wohl hier vor den Männern, an deren Hände Blut klebt, nicht verbeugen. Nur zur Info: Keine persische Frau verbeugt sich vor einem Mann. Soviel zum Thema konservative Gesellschaft

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Einen Fehler zuzugeben, ist nicht ganz leicht. Vor allem bei Medien ist das so ein Problem mit dem Eingeständnis, denn sie glauben von Natur aus allwissend zu sein und immer Recht zu haben.

So geschehen beim Spiegel. Konkret geht es um den folgenden Artikel http://www.spiegel.de/politik/ausland/iran-ajatollah-chamenei-lehnt-einlenken-in-atomgespraechen-in-genf-ab-a-934609.html

Dort wird der Satz „Marg bar Amrika“ für den Leser so übersetzt: „Diese Parole lässt sich sowohl als Tod den USA als auch Nieder mit den USA übersetzen.“
Diese Übersetzung ist schlicht und ergreifend faslch. Marg hat nur eine einzige Bedeutung und das ist Tod. Ein Missverständnis dachte ich mir nach dem Lesen, kann ja mal passieren. Also schrieb ich an die ehrenwerte Redaktion ein Kommentar mit dem Hinweis, dass sie falsch übersetzt hat. Und was passiert? Nichts! Der Spiegel hat sich einfach mal entschieden die Bemerkung nicht freizuschalten. Ich muss es eigentlich nicht betonen, tue es dennoch: Es versteht sich von selbst, dass der Kommentar keine Beleidigungen enthielt.

Warum aber schreibe ich dennoch hier einen Beitrag im Blog, es geht ja nur um eine Kleinigkeit? Ob nun Tod oder Niedergang, beide Wörter machen deutlich, wie feindselig die IRI gegenüber den USA eingestellt ist – auch wenn der Ober-Mufti gerade etwas anderes behauptet. Ja, die falsche Übersetzung ist etwas Belangloses. Aber durch die Verweigerung mein Kommentar freizuschalten, fällt ein schlechtes Licht auf den Spiegel. Sollen die Leser irre geführt werden? Und wenn bei einer solchen Kleinigkeit gelogen wird, wie ist es dann bei brisanteren Inhalten?

Für mich hat der Spiegel heute seine Glaubwürdigkeit verloren!

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Elham Asghari ist 32 Jahre jung und schwimmt gern. Vor Kurzem hat sie es geschafft, einen neuen Rekord auf einer 20 Kilometer langen Strecke aufzustellen. Ihre Leistung ist nicht nur bemerkenswert, weil Asghari gelungen ist, einen Rekord aufzustellen, sondern viel mehr wie es ihr gelungen ist. Im Reich der Mullahs muss Frau mit einer Ganzkörperverhüllung ins Wasser steigen. Die ist – natürlich – ungeeignet fürs Schwimmen nach Leistung. Binnen Sekunden saugt sich der Stoff mit Wasser voll, was für die Schwimmerin mehr Gewicht bedeutet. Von all dem hat sich Elham Asghari nicht abschrecken lassen.

Der von ihr vor einem Monat erreichte Rekord wird von den islamischen Herrschern aber nicht anerkannt. Zuerst stellten sie die 20 Kilometer in Frage. Asghari war – trotz Zeugen – bereit Abstriche zu machen und akzeptierte einen Rekord auf 18 Kiloemtern. Aber auch das wollen die Bartträger nicht anerkennen, Grund: Als sie aus dem Meer herauskam, war die Form ihres Körpers unter dem schwarzen Gewand zu sehen! Asghari beteuert, dass am Strand weit und breit kein Mann zu sehen war. Diese Diskussion an sich ist so etwas von absurd, dass man lachen müsste, wenn die Geschichte nicht so schmerzvoll wäre.

Nun wehrt sich die junge Frau im Netz, will das nicht so einfach hinnehmen. Dabei beweist sie großen Mut: Nicht nur, dass sie sich wehrt, sie sagt auch: „Leute, die nicht einma, 20 Meter schwimmen können, akzeptieren meinen 20 Kilometer-Rekord nicht“, und weiter mit Tränen in den Augen: „Schwimmen ist nicht nur Männersache.“

Asghari bittet die Menschen um Hilfe in einer Videobotschaft:

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Unwillkommener Gast

Es gibt nur eine handvoll Staaten, die Mahmoud Ahmadinejad überhaupt bei sich empfangen. Aber offensichtlich gilt: Was die Regierungen und Regime machen kommt beim Volk nicht unbedingt gut an. So passiert in Ägypten.

In der vergangenen Woche war Ahmadinejad in Kairo, um Mursi und seine Islamisten zu besuchen. Und in der Menge passierte es: Ein Mann warf einen Schuh nach dem Mahmoud.Ob er ihn getroffen hat, ist nicht bekannt.

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Endlich ein Staat, der Mut beweist und zeigt, wie man es macht: Wie am Freitag bekannt wurde, hat die Regierung Kanadas alle diplomatischen Beziehungen zu den Mullahs abgebrochen, und der Botschaft exakt 5 Tage Zeit gegeben, die Botschaft zu räumen.

Das sollten sich andere Staaten – insbesondere die Bundesrepublik – zum Vorbild nehmen, anstatt abermals sinnlose Gespräche zu fordern, die den fettleibigen Mullahs in die Hände spielen.

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