Feeds:
Beiträge
Kommentare

Archive for Juli 2012

In demokratischen Ländern wären sie gefeiert worden wie Helden. In der Islamischen Republik werden sie behandelt wie Verbrecher. Die beiden Brüder Dr. Arash und Dr. Kamiar Alaei wurden jüngst auf der amfAR mit dem Elizabeth-Taylor-Preis für Aidsforschung für ihre Verdienste ausgezeichnet. Nachdem die Brüder 2008 grundlos festgenommen und ihm berühmt berüchtigten Evin-Gefängnis festgehalten wurden, leben sie mittlerweile – nach massivem Druck aus dem Ausland – in den USA, wo sie ihre Forschung gegen die tödliche Aids-Krankheit fortsetzen.

Advertisements

Read Full Post »

Gelegentlich lohnt es, sich auf politischen Seiten umzusehen, die sich über Iran äußern. In den meisten Fällen – das überrascht uns kaum noch – sind die Kommentare, Ansichten und Einschätzungen komplett falsch, da die meisten Autoren von den wirklichen Vorgängen keine Kenntnis haben, ebenso wenig über das gesellschaftliche Leben.

Auf der Seite der Internetzeitung „Freie Welt“, die der FDP nahe steht, entdeckte Zoish erst kürzlich einen bemerkenswert miserablen Beitrag von Otto Bernhardt. Sie hinterließ vor über einer Woche ein Kommentar, der erstaunlicherweise bis heute nicht veröffentlich wurde. Freie Welt, die in ihrem Impressum gerne wohlklingende Sätze sagt wie „wir wollen die Freiheit der Meinung, den Meinungsaustausch und den Meinungsbildungsprozess in den unterschiedlichen Lebensbereichen in Deutschland bestärken“, scheint wenig für andere Meinungen übrig zu haben, wenn sich diese nicht mit den eigenen Vorstellungen decken. Dabei behauptet sie von sich, dass sie „dem Nutzer ein möglichst objektives Bild des Gesamtgeschehens geben“ wolle. Zoishs kritische Feststellung zur über die Maßen freundlichen Werbung für die demokratiefeindlichen und islamistischen Mojahedin scheint für die Damen und Herren von der „Freien Welt“ wohl irgendwie problematisch zu sein. Und schon ist es dahin mit der Objektivität und Meinungsvielfalt…

Wie gut, dass sich Zoish entschlossen hat, ihren Beitrag auch auf iranbato zu veröffentlichen.

Read Full Post »

Gelegntlich ist es durchaus von Vorteil sich ein wenig umzuschauen, was Möchtergern-Experten so über den Iran loslassen. Auf der Seite der Internetzeitung „Freie Welt“, die der überflüssigen Partei FDP nahe steht, entdeckte ich kürzlich diesen Beitrag, der so dermaßen daneben ist, dass ich auf der Seite ein Kommentar hinterlassen habe, den ich an dieser Stelle auch noch mal publizieren möchte.

 

Herr Bernhardt, in vielen Teilen Ihrer Kommentierung bezüglich der Zukunft des Iran, stimme ich Ihnen zu. Doch Sie begehen einen fatalen Fehler, von dem ich nicht weiß, ob es auf mangelndes Wissen oder purer Berechnung beruht.

Es ist wichtig zu wissen, wer die Mojahedin sind, die Sie hier so außerordentlich loben. Am besten beschreibt man sie so: Kommunistische Islamisten. Die Mojahedin sind genau jene Gruppe, die am Vorabend der Revolution 1979 auf Seiten der Mullahs waren und ihnen den Weg geebnet haben. In der Annhame, dass die Weltfremden Bartträger mit ihnen die Macht teilen – eine krasse Fehleinschätzung. Als die Mojahedin merkten, dass es für sie im Iran nichts zu holen gibt, begaben sie sich in den Irak und unterstützen in den Jahren 1980-1988 Saddam Hussein bei seinem Feldzug gegen den Iran. Die Mojahedin waren behilflich dabei, ihre eigenen Landsleute zu töten.

Bevor Sie, Herr Bernhardt, in der Öffentlichkeit die Mojahedin zu den Helden und Zukunft des Irans machen, sollten Sie sich besser mit Ihnen auseinandersetzten. Im von Ihnen angesprochenen Camp Ashraf lebten Perser, die von den Mojahedins im Stich gelassen wurden. Sie waren unter erbärmlichen Situationen auf sich alleine gestellt. Die Mojahedin haben den Angriff auf Camp Ashraf geschickt für PR-Zwecke genutzt. Bis heute kümmern sich die Mojahedin nicht um die Bewohner des Camps.

Die Volksmojahedin gleichen einer Sekte: Ehemalige Mitglieder dieser heute bedeutungslosen Gruppe berichten, wie ihnen gedroht wurde, als sie aussteigen wollten. Es war die Rede von Mord und Drohungen gegen die Familien. Um die Mitglieder ganz auf Linie zu bringen, haben die Mojahedings menschenverachtende Methoden verwendet, um sie  abzustumpfensen, damit sie tun, was von ihnen verlangt wird. Und bis heute ist nicht bekannt, woher die Einnahmen der Mojahedin, die die EU freundlicherweise von der Liste der Terror-Gruppen gestrichen hat, stammen.

DIE Opposition existiert nicht, das sollten Sie wissen, bevor Sie sich auf solch eine Plattform äußern. Die Perser bestehen aus diversen Splittergruppierungen, die sich gegenseitig aus dem Weg gehen. Die Mojahedin werden von der breiten Mehrheit der Perser, sowohl im Iran als auch im Exil, abgelehnt. „Lieber sollen die Mullahs bleiben, bevor die Mojahedin kommen“, sagt die Merhheit. Denn: Die Perser wünschen sich einen laizistschen Staat. Ein Blick auf Maryam Rajavi ist Beweis genung, das es mit ihnen nicht möglich ist.

„Am Ende sollte der Westen kein Hindernis für einen Regimewechsel im Iran sein“ schreiben Sie Herr Bernhardt. Das ist nicht der Rede Wert, weil der Westen sich nicht gegen den Willen der Perser stellen kann – auch wenn er es derzeit tut. Allen voran die Bundesrepublik.

Aber der Westen hat sich auch nicht in die Zukunft des Irans einzumischen und aus dem bequemen Deutschland zu bestimmen, wer gut für das Land ist! Das bestimmt das persische Volk immer noch selbst!

 

 

Read Full Post »