Feeds:
Beiträge
Kommentare

Archive for März 2012

Schon oft haben wir die lange historische Freundschaft zwischen dem persischen und dem jüdischen Volk thematisiert. Ihre Wuzeln liegen Jahrhunderte zurück, zu einer Zeit, als der Grüdner des Persischen Reichs, Kyros II. , die Juden aus der Knechtschaft in Babylon befreite und ihnen die Freiheit schenkte. Dies haben die Juden bis heute nicht vergessen und Kyros II. gar in der Tora gewürdigt: Als göttlicher Retter.

Bis 1979 pflegten beide Staaten gute diplomatische und wirtschaftliche Beziehungen, die ab ´79 schlagartig beendet wurden. Eine solch tiefe Verbundenheit wie die zwischen Persern und Juden lässt sich aber so leicht nicht erschüttern. Auch nicht durch den Dreck, den die IRI gern verbreitet. Und in diesen wirren Zeiten, wo von Krieg die Rede ist, gibt es eine zauberhafte Geste eine südischen Ehepaares. Die schlichte und doch so wirksame Botschaft, die wie Balsam auf den geschundenen Seelen der Perser wirkt: Iranians we love you!

Advertisements

Read Full Post »

Jahrelang hatte sich das ZDF bemüht und vor Kurzem war es endlich soweit: Einmalig in der Geschichte des durch Steuergelder zwangsfinanzierten Fernsehsenders, konnte der Möchtergern Präsident Ahmadinejad den Journalisten Claus Kleber interviewen. Wie soll man dieses bittere Schauspiel, in dem Ahmadinejad fast ohne Unterbrechung sprach und dem Journalisten Kleber ständig Fragen stellte, auf die dieser auch noch gelegentlich einging, sonst auch nennen?

Das Interview, das in Teilen einen Tag vor dem persischen Neujahrsfest ausgestrahlt wurde, war eine Farce, die den erfahrenen Journalisten Kleber als Tölpel darstellt. Knappe 45 Minuten lang hat Ahmadinejad die Bühne des öffentlich-rechtlichen Senders genutzt, um seinen antisemitischen Müll zu wiederholen, Amerika als Satan darzustellen, zu versichern, dass „sein Volk“ Deutschland und auch Claus Kleber liebt und allen Regierungen dieser Welt – insbesondere denen der USA und Israel – ungefragt Ratschläge zu erteilen, wie man den richtig regiert. Das können sich die Staaten ja eigentlich auch bei den Vorzeigeherrschern aus Teheran auch direkt abgucken.

Beinahe teilnahmslos saß Kleber Ahmadinejad gegenüber und hat ihn gewähren lassen. Steilvorlagen, die Ahmadinejad in Geboten hat („Wenn Ahmadinejad die Bombe bauen will, wird er es verkünden“), hat er als solche nicht erkannt. Die Menschenrechte hat der Anchorman des ZDF nur mal so am Rande angesprochen, nicht, dass ihm einer noch am Ende vorwerfen kann, er hätte sie außenvor gelassen. Gefühlte 500 mal sprach Ahmdinejad in den knappen 45 Minuten von Gesetzen und Rechten, die für alle gleich sein müssen. Kleber hörte ihm stumm zu. Wie wäre es mit der Frage gewesen, warum im Reich der Mullahs die lächerlichen Gesetze nicht für jeden gelten? Während Israel und Amerika böse sind und das liebevolle Europa gegen die Mullahs aufhetzen, sind die Turbanträger natürlich lammfromm. Wie wäre es mit der Frage gewesen, warum die IRI seit Jahrzehnten die Hamas und die Hisbollah finanziert und so eine ganze Region im Würgegriff hält?

Unfassbar ist, dass die Mullahs sich mittlerweile nicht einmal mehr bemühen, den Schein von der Wahrung der Menschenrechte aufrechtzuerhalten. In Frankreich würden Demonstranten von der Polizei auch brutal behandelt, warum gerät der Iran in den Fokus? Und Claus Kleber guckt vor sich hin und lässt das einfach stehen! Und überhaupt gebe es Nachbarländer, die nicht einmal Wahlen abgehalten haben. Und Claus Kleber schweigt. Kein Hinweis auf die manipulierten Wahlen, kein Ton über den brutalen Sommer 2009. Keine Zurechtweisung des schielenden Ahmadinejads, wie er sich das Recht herausnimmt, im Namen des persischen Volkes zu sprechen, angesichts der Vorfälle vor knapp 3 Jahren.

Der Spitzenjournalist Kleber zog es vor, zu schweigen und zu genießen, dass Ahmadinejad ihn empfangen hat, um eines seiner „seltenen Interviews“ zu geben, wie der Sender verlauten ließ. Damit hat sich der Nachrichtenmann, der offenbar unvorbereitet in das Interview gegangen ist, aber kein Gefallen getan. Es war eine Ohrfeige in das eigene Gesicht, sich wie ein Idiot von einem Mann vorführen zu lassen, an dessen Händen Blut klebt.

Und am Ende des Interviews stellte sich der aufmerksame Beobachter die Frage: „Warum genau sollte das Interview eigentlich stattfinden?“ Denn außer den altbekannten Hasstiraden und Provokationen hatte das Interview nichts zu bieten. Nur die Erkenntnis, dass Claus Kleber ein überschätzter Journalist ist.

Auch wenn das ZDF darauf besteht, das sein Vorzeigejournalist Kleber ein „Kenner der Region“ ist, der ehemalige Washington-Korrespondent hat sich selbst entlarvt und bewiesen, dass er vom Iran keine Ahnung hat. Am Ende des Interviews bedankt er sich bei Ahmadinejad mit dem Wort „Shokran“. Das ist ein arabischer Begriff, der im Iran nicht verwendet wird. Nicht einmal von den Mullahs.

Read Full Post »

Es sind keine schönen Nachrichten, die die Perser eine Woche vor ihrem Neujahrsfest „Norooz“ erreichen: Israel sucht  sich Verstärkung für einen Angriff auf die Atomanlagen der Mullahs.

Die Furcht des Staates Israels vor einer Islamischen Republik, die nukleare Waffen besitzt,  ist verständlich und es sollte die gesamte Welt in Sorge versetzen. Und so ist es verwunderlich, dass es noch immer eine lasche Haltung gibt, obwohl sich einiges gebessert hat.
Auch wenn Israels Angst berechtigt und verständlich ist: Ein Angriff auf die Anlagen ist keine Option, weil sie keine dauerhafte Lösung bietet und viele Gefahren birgt.

In erster Linie wären die Menschen im Iran bei einem Angriff womöglich radioaktiven Strahlungen ausgesetzt, die dauerhafte Folgen hätten. Israel selbst müsste nach einem Angriff in ständiger Angst leben, dass die rachsüchtigen Mullahs, nicht auf irgendeinem Wege Vergeltung suchen und das Land, seine Staatsangehörigen oder seine Botschaften Terror-Attacken ausgesetzt werden. Und genau hier liegt der eigentliche Kern des Problems: Solange es eine IRI gibt, solange kann sich Israel nicht in Sicherheit wiegen ob nun mit oder ohne Atombombe. Solange die Mullahs den Nahen Osten beherrschen, wird diese Region immer wieder von Katastrophen erschüttert und es wird nie zum Frieden zwischen Israel und den Palästinensern kommen. Denn das eigentlich Problem Israels und der Welt sind nicht die  nuklearen Waffen der Mullahs, sondern die Mullahs selbst.

Genau hier gibt es  eine einmalige Chance für Israel und für die Welt. Denn Israel und die Mehrheit der Perser haben eines gemeinsam: Ihre Abneigung gegenüber den Mullahs. Anders als die Iraker, die noch am Vorabend des Krieges ihre rostigen Kalaschnikows in die Kameras dieser Welt hielten und Saddam Treue schworen, haben die Perser spätestens 2009 bewiesen, dass sie bereit sind zu kämpfen. Die Welt hat sie aber damals im Stich gelassen und den Aufstand ausgesessen. Mit leeren Händen und ohne Rückendeckung kamen die Menschen gegen das brutale Regime nicht an und haben irgendwann den Alltag einkehren lassen.

Es findet sich kaum ein Perser, der sich nicht aus Herzen wünscht, die dicken, alten Turbanträger mögen auf der Stelle tot umfallen. Aber den Gefallen werden ihnen die Mullahs nicht tun. Es bleibt nur der Kampf. Und angesichts des unfassbaren Verhaltens des Westens in Syrien, werden die Perser nicht noch einmal auf die Straßen gehen. Es sei denn, sie würden Hilfe erhalten.

Es gibt eine historische Chance die Mullahs zu vernichten, sie war niemals größer als heute. Nur muss zugegriffen werden. Ein Angriff auf die Atomanlagen kann nur etwas Zeit herausholen für Israel. Die IRI wird alles daran setzen, das Programm erneut auf die Beine zu stellen, das ist auch den Israelis bewusst. Nur der Sturz der Islamischen Republik kann dauerhaften Frieden bringen.

Wer die Reaktionen der IRI, angesichts der Angriffspläne verfolgt hat, bekommt den Eindruck, dass die Mullahs danach lechzen bombadiert zu werden. Dieser Eindruck ist richtig!
Sie spekulieren darauf, dass die Bevölkerung eine  Wut auf den Westen entwickeln könnte und damit liegen sie leider gar nicht einmal so falsch. Die Merheit der Perser würde einen Angriff nicht verstehen und die Stimmung gegenüber Israel und dem Westen könnte umschlagen. Aber nicht, weil die Perser Antisemiten sind. Das dem nicht so ist, dass die Perser womöglich die älteste Freundschaft, die es je zwischen Menschen gegeben hat, mit dem jüdischen Volk verbindet, wurde in diesem Blog mehrfach diskutiert. Genau so, wie die Tatsache, dass das persische Volk gegenüber dem Westen offen ist.

Die Stimmung könnte umschlagen, weil die Mehrheit der Perser tagtäglich ums Überleben kämpft und genau weiß, dass die Mullahs für ihre Situation zuständig sind. Und sie ist sich dessen bewusst, dass auch der Westen das weiß. Das Regime hat die Privatwirtschaft abgeschafft, wirft das Geld des Volkes in den Hals der Hizbollah und der Hamas, während die Beamten ihre Gehälter nicht bekommen. Schon jetzt gibt es kaum noch eine Mittelschicht, die Mehrheit des Volkes lebt unterhalb der Armutsgrenze. Der Perser, dem Tag ein, Tag aus nur diese einizge Sorge umgibt, wie er über die Runden kommen, seine Miete zahlen und seine Familie ernähren soll und der Dank der Mullahs sein Leben lang Qualen leidet, wird es nicht verstehen, dass sein Land angegriffen wird, womöglich seine Stadt zerstört wird oder er Verwandte verliert. All das kann selbst bei einem gezielten Angriff auf Atomanlagen nicht ausgeschlossen werden. Der Perser leidet Qualen und wird dann auch noch vom Westen bestraft – mit Ausnahme von Israel und den USA – womöglich auch noch von Staaten die jahrelang fette Geschäfte mit den blutrünstigen Herrschern der Islamischen Republik gemacht haben.

Der Perser wird es nicht verstehen, dass der Westen nicht bereit ist, sein Volk dabei zu unterstützen, die Mullahs zu stürzen und es vorzieht, das Land zu bombadieren und womöglich einen Krieg auszulösen. Man muss kein IRI-Experte sein um zu wissen, dass die Mullahs als unmittelbare Reaktion Raketen auf Israel abfeuern könnten, das wiederum eine Reaktion Israels hervorrufen wird.

Und wenn sich die Stimmung gegen den Westen richtet, haben am Ende die Mullahs über Nacht all das erreicht, woran sie bis heute vergeblich arbeiten! Eine womögliche Wut auf den Westen kann bedeuten, dass die IRI ihre Position im Land festigt. Aber nicht, weil die Menschen die Mullahs plötzlich lieben. Es könnte weit aus schlimmer werden, nämlich dann, wenn die Perser dem Regime gleichgültig gegenüberstehen und enttäuscht vom Westen aufhören, von einem freien Iran zu träumen und den Kampf endgültig aufgeben!

Read Full Post »

Show beendet

Alle paar Jahre veranstalten die Mullahs eine Volksverarschung, die sie gerne Wahlen nennen. Gestern war es wieder soweit, diesmal war das Parlament dran. Die Bezeichnung ist schon ein Witz: 290 Sitze für 75 Millionen Perser. Im Vergleich: Der Deutsche Bundestag hat aktuell 620 Sitze und repräsentiert fast 82 Millionen Bundesbürger.

Die paar Abgeordnete der IRI haben darüber hinaus nicht einmal irgendwelche Befugnisse. Die Männer und ein handvoll Frauen sind handverlesen und damit niemand den Mullahs vorwerfen kann, das Abgeordnetenhaus würde die Bevölkerung nicht wirklich repräsentieren, wurden auch einige jüdischen, kurdischen und Vertreter anderer Gruppen noch ins Parlament gesetzt – zum schönen Schein.

Die Perser zeigen dieser Unterhaltungsshow, die für das Ausland bestimmt ist, den Rücken, während das Regime alles versuchte, um zu zeigen: Die Menschen lieben uns und tun alles, um ihre Stimme abzugeben. Wie schön, dass der Westen aber lernfähig ist und – anders als in den Jahren zuvor – nicht einfach brav die offziellen Zahlen zu Wahlbeteiligung übernimmt.

Und wie ist die Show am gestrigen Tag nun ausgegangen? Anders als bei den Parlamentswahlen 2009, wo binnen weniger Stunden klar war, dass Ahmadinejad die Perser und die Welt noch weitere vier Jahre quälen darf, lassen sich die Mullahs diesmal etwas länger Zeit. Der Ausgang der Veranstaltung wird erst für morgen erwartet, es zeichnet sich aber ab, dass Ahmadinejad eine Niederlage einstecken muss. Wie überraschend auch, nachdem er vor Monaten bei dem Möchter-Gern-Führer Chamenei in Ungnade gefallen ist.

Read Full Post »