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Archive for April 2011

Man denkt ja, dass es keine Nachricht mehr aus den Gottesstaat gibt, die schocken kann. Längst haben wir das bösartige Wesen der Mullahs gesehen – denken wir.  Aber die greisen Bartträger setzen immer eins drauf.

Weil zwei Patienten ihre Krankenhausrechnungen nicht zahlen konnten, wurden sie kurzerhand vom Krankenhaus in Tehran auf die Straße geworfen. Ein Lkw-Fahrer fand die beiden und alarmierte die Polizei. Heraus kam, dass die beiden Patienten ausgrechnet in dem nach dem Möchte-Gern-Halbgott Khomeini benannten Krankenhaus behandelt wurden. Die Streiten natürlich alles ab, sie würden so was doch nie machen. Augenzeugen hatten berichtet, dass die beiden Kranken mit einem grauen Rettungswagen zum Abwurfplatz gebracht wurden.

Hintergrund: Im Iran muss jeder, der ein Krankenhaus aufsucht, vor der Behandlung zahlen. Andernfalls weigern sich die Ärzte zu helfen, selbst wenn der Patient in Lebensgefahr schwebt. Und wenn jemand nicht mehr bezahlen kann, dann wirft man ihn eben auf die Straße.

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Ein Foto und seine Geschichte

Von einem befreundeten Blogger wurden wir auf dieses Bild aufmerksam gemacht

Es handelt sich um persische und israelische Helfer, die in Japan gemeinsam den in Not geratenen Menschen helfen. Für ein Foto haben sich die Helfer zusammengestellt – jeder mit der Fahne seines Landes. Und das wird in vielen Blogs regelrecht gefeiert. Für Perser ist das kein Grund in Jubelstürme auzubrechen, denn: Wir haben auch auf unserem Blog immer wieder darauf hingewiesen, dass die Perser mehrheitlich keine Antisemiten sind und sich nicht aufhetzen lassen gegen Israel und gegen Juden. Eine Tatsache, die die meisten Juden auch wissen.

Vor der Revolution gab es sehr gute diplomatische und wirtschaftliche Beziehungen zu Israel. Und womöglich besteht die älteste Freundschaft zwischen Menschen zwischen Persern und Juden. Im Iran leben Juden, niemand zeigt mit dem Finger auf sie oder grenzt sie aus. Dieser wahrgenommene Antisemitismus aus Teheran kommt von der Islamischen Republik, nicht vom Volk. So gesehen ist das oben gezeigte Foto nur eine Bestätigung dessen, was die meisten Perser immer und immer wieder sagen.

Dennoch ist die Nachricht, die mit dem Foto durch die Blogs ging, nicht korrekt. Bei den Persern handelte es sich um in Japan lebende Exil-Perser, die bei den  Arbeiten mitangepackt  haben. Die Mullahs haben niemanden nach Japan geschickt. Wenn dem so gewesen wäre hätten sie dafür gesorgt, dass es auch der letzte Mensch auf Erden mitbekommt. Fakt ist: Die Mullahs können niemanden schicken, weil sie niemanden haben – weder das Personal noch die Ausrüstung, die notwendig wäre. So muss sich also niemand Sorgen machen um die Perser auf dem Bild, es wird ihnen nichts passieren. Dieses Foto ist eine sehr schöne Geste und dennoch muss sie kritisiert werden: Die scheinbar persische Fahne ist eine Erfindung vor allem der linken Perser, die  echte persische Fahne mit fadenschenigen Begründungen ablehnt und damit die gesamte Historie des Landes. Eine grün-weiß-rote Flagge mit dem Schriftzug Iran in der Mitte hat nie existiert und ist keine offizielle Fahne. Dies haben wir hier im  Blog  in der Vergangenheit bereits ausführlich erläutert.

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Die Meldung wurde heiß diskutiert: Mit freundlicher Unterstützung des Bundesrepublik  macht Indien über die Bundesbank noch immer Geschäfte mit den Mullahs. Schnell preschten die doch immer so aufrechten Oppositionspolitiker der Grünen und der SPD – sonst immer gute Freunde an der Seite der Mullahs, wenn sie in der Pflicht stehen – nach vorne und verlangten Aufklärung.

Dass Deutschland, wenn auch indirekt, mit Teheran Geschäfte macht, war beschämend und beschämender war es, dass kein Verantwortlicher aus der Regierung ordentlich Stellung bezogen hat. Nun soll der ganze Spuk ein Ende haben. Aber nicht deswegen, weil die chronisch überforderte Frau Bundeskanzlerin – selbst aufgewachsen in einem totalitären Staat – ein Machtwort gesprochen hat. Vielmehr hat Indien sich dazu entschieden keine Geschäfte mehr mit den Mullahs zu machen. Vermutlich reagieren die Inder, weil ihr unrechtes Handeln aufgeflogen ist. Aber wenigsten handeln sie.

Die Bundesrepublik hält es nicht für nötig Stellung zu beziehen, wenn es darauf ankommt. Wer soll es den deutschen Schlipsträgern  dann noch abkaufen, dass sie sich tatsächlich für Menschenrechte einsetzen?

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