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Archive for Juli 2010

Der ehemalige Kanzler Gerhard Schröder, jener Kanzler, der seine Partei in die große Krise gestürzt hat, von der sich die Genossen erst so langsam erholen und das auch nur, weil die CDU versagt, hatte schon immer eine besondere Beziehung zu zweifelhaften Machthabern. Man erinnere sich nur an die Aussage Putin, ehemals KGB-Agent, sei ein lupenreiner Demokrat
Dann gab es noch die Sache mit ihm und seinem grünen Außenminister Joschka Fischer. Dieser war ein gern gesehener Gast im Mullah-Reich. Gemeinsam haben die beiden das Terror-Regime in Deutschland und Europa salonfähig gemacht. Die wirtschaftlichen und diplomatischen Beziehungen waren seinerseits ganz hervorragend, von Kritik keine Spur.
Als Schröder ausgedient hatte, gab es dann auch „private“ Besuche bei den Mullahs. Wiedersehen macht eben doch Freude und vielleicht kann der alte Mullah-Freund Schröder die alten Ignoranten aus Teheran ja – ganz privat natürlich – auf Europa-Kurs bringen. Die Sache mit dem Atomprogramm und so…
Und nun die nächste feierliche Begegnung mit Teherans Oberbürgermeister Mohammad Bagher Ghalibaf in Schröders Heimat Hannover. Zu Ehren von Prof. Dr. Madjid Samii waren sie gekommen, dem berühmten und erfolgreichen Gehirn-Chirurgen, der in Deutschland ein friedliches Leben führt und gleichzeitig mit den Mullahs dick im Geschäft ist. Er arbeitet nebenbei auch in der Islamischen Republik. Die Welt kann man sich eben schön machen, man braucht nur rücksichts- und gewissenlos zu sein!

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Die Nachricht hat hohe Wellen geschlagen: Die Chefs von ARD und ZDF, Peter Boudgoust und Markus Schächter, haben es sich nicht nehmen lassen, den Chef-Zensor der Islamischen Republik Ezzatollah Zarghami, letzte Woche höchstselbst zu empfangen.
Es ging, wie kann es anders sein, wenn demokratische Staatsbürger Lakaien von Terror-Regimen zum Gespräch bitten, ums Geschäft.
Die öffentlich rechtlichen Sender, die von den Bürgern zwangsweise finanziert werden, würden das Wort Geschäft niemals in den Mund nehmen. Die Herren Schächter und Boudgoust umschreiben das Geschäft mit „Gedankenaustausch“.
Die ARD und das ZDF wollen eine „unabhängige Berichterstattung“ aus dem Iran, heißt es. Auf das Protestschreiben eines Iraners antwortete das ZDF:

Das ZDF hat seinen Wunsch zum Ausdruck gebracht, in Teheran wieder ein ständiges Büro (kein Studio) einrichten zu können. Intendant Schächter betonte in diesem Zusammenhang die Notwendigkeit einer ungehinderten und unabhängigen Berichterstattung aus dem Iran. Es wurden keine Vereinbarungen getroffen oder Verträge abgeschlossen.

Wer soll das glauben, dass dem Revolutionsgardisten, dessen Truppe unter Befehl des Geistigen Führers steht, und Zarghami so was wie der Botschafter Chameneis ist, keine Zugeständnisse gemacht worden sind? Ein Büro in der Islamischen Republik einrichten zu dürfen bedeutet der IRI in irgendeiner Form entgegen zu kommen.
Warum soll eine unabhängige Berichterstattung gerade jetzt möglich sein, wenn der ZDF-Korrespondent Halim Hosny im vergangenen Sommer, als eine unabhängige Berichterstattung bitter nötig gewesen wäre, von den Mullahs aufgefordert wurde, das Land zu verlassen? Hosny, sei es aus Naivität oder Kalkül, behauptetet hinterher, das Land freiwillig verlassen zu haben. So nennt man einen Rausschmiss also.
Wie viel ist aber eine Berichterstattung der freien Medien aus dem Iran wert? Hier sollte man sich nichts vormachen, denn eine freie Berichterstattung, so wie man sie im Westen kennt, wird es über den Iran niemals geben. Warum dies niemals so sein wird, erkennt man auch daran, dass einer jener Männer, die im Sommer (und nicht nur zu dem Zeitpunkt) mit äußerster Brutalität gegen die Perser vorgegangen sind, der Chef des Staatsrundfunks der Irib ist. Sie töten, verwüsten und stehlen im Auftrag ihres Führers, Chamenei. Nun soll der Pasdaran (so heißen die Revolutionsgardisten auf Farsi) Zarghami, Boudgoust und Schächter also die unabhängige Berichterstattung ermöglichen. So, so man lernt wirklich nie aus.
Was heißt beim ZDF eigentlich unabhängig? Die Frage muss erlaubt sein, ob das ZDF Unabhängigkeit überhaupt zulässt. Es ist erst wenige Monate her, da hat der aus der Politik endlich scheidende Roland Koch, vor den Augen der Nation den renommierten Journalisten Nikolaus Brender aus dem ZDF gejagt. Der Fall war wochenlang Thema in den Medien, denn Brender galt als politisch unabhängig. Markus Schächter hat sich zwar verbal für Brender stark gemacht, aber Taten hat er nicht folgen lassen. Brender musste gehen, weil er nicht der Freund der Politiker sein wollte.
Und genau dieses ZDF, das den Abgang seines Chefredakteurs erstaunlich schnell weggesteckt hat, spricht nun von unabhängiger Berichterstattung aus einem totalitären Staat!!!
Wenn die öffentlich rechtlichen Sender, die mit dem Geld der Gebührenzahler sinnlose Sender wie etwa ZDFneo gründen, der lediglich nur wiederholt, was das ZDF zeigt, dann mal aus dem Mullah-Land berichten, dann gibt es wenig Kritisches über Ahmadinejad und Co. zu hören. Vielleicht auch nicht weiter erstaunlich, wenn ein ständiger Gast auf diesen Sendern der greise Peter Scholl-Latour ist.
Berichterstattungen sind heute aus unserer Gesellschaft nicht wegzudenken. Ein wichtiges Gut. Doch wie wertvoll ist die Berichterstattung der anerkannten Medien aus dem Reich der Mullahs wirklich? Erinnern wir uns an den vergangenen Sommer: Die Bilder, die um die Welt gingen von der ermordeten Neda, die blutüberströmten Leichen auf den Straßen, sie wurden nicht von den Kameras der Reporter eingefangen. Es waren die Perser selbst, bewaffnet mit ihren Handys, die der Welt zeigten, was sie ertragen müssen.
ARD und ZDF und auch andere Sender zeigten offizielle Bilder der IRI von den Wahlen und hielten sich auch an den offiziellen Angaben der Mullahs bezüglich der Wahlbeteiligung.
Es gab eine Zeit, da hätten die Perser die unabhängige Berichterstattung dringend benötigt. Da hat sie nur unzureichend stattgefunden. Heute erreichen uns aus dem Iran dank Youtube, Twitter, Facebook und anderen Plattformen im Internet Meldungen in nur wenigen Sekunden und damit weitaus schneller als die klassischen Medien, die in ihren Redaktionen immer noch entscheiden, welches Ereignis, Bild, Vorfall überhaupt eine Meldung wert ist.

Die Perser haben die Nachricht über das Hofieren Ezzatollah Zarghamis durch Schächter und Boudgoust nicht einfach hingenommen, sie haben sich organisiert und eine Reaktion gezeigt. Der Druck auf die öffentlich rechtlichen Sender wurde so immens, dass der Südwest Rundfunk sich genötigt sah, eine Stellungnahme abzugeben (SWR-Seite ganz nach unten scrollen).

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Iranbato hat in seinen Beiträgen auch die Iraner, speziell die Exil-Iraner thematisiert, die in den Jahren ihres Aufenthaltes wohl vergessen haben, warum sie einst das Land verlassen haben. In schöner Regelmäßigkeit reisen sie in den Iran, gestern noch Asylant, heute also Urlauber.
Viele von ihnen vermeiden es zu Demonstrationen zu gehen, denn die Handlanger der Mullahs spionieren die Perser auch im Ausland aus. Zu groß ist die Angst bei den Urlaubern, womöglich den nächsten Sommer im Land Schwierigkeiten zu bekommen. Andere wiederum kommen doch, verstecken aber ihre Gesichter hinter XXXL-Sonnenbrillen, Hüten usw. Im vergangenen Sommer nahm die Islamische Republik den Urlaubern die Pässe ab, wenn diese im Ausland bei einer Demo beteiligt waren. Und darüber, was mit den Persern im Land geschehen ist, die demonstriert haben, brauchen wir an dieser Stelle nicht mehr zu sprechen.
Behrang aber sieht das alles etwas anders. Behrang ist ein Fantasie-Name, für irgendeinen Mann oder eine Frau, der meint, im Namen des persischen Volkes zu sprechen, und ihm dabei in den Rücken fällt,ihn verrät und die Mullahs verteidigt. Behrang hat an eine Linke Organisation ein Leserbrief geschrieben, und was er schreibt ist Hochverrat an das persische Volk:

Sehr geehrte Frau Mohns,

sie sollten sich im klaren sein, dass das was Sie in Ihrem Bericht über den Iran schreiben nicht den Tatsachen entspricht.
Kein Wunder, das das Bundesamt den Antrag auf Asyl abgelehnt hat.

Keiner braucht sich im Iran davor zu fürchten, dass er getötet wird, nur weil er auf einer Demo teilgenommen hat. Das ist total lächerlich und einfach nur Stimmungsmache.

Ich finde es sehr schön, dass Sie sich für meine Landsleute einsetzen. Aber genau diese Landsleute reisen sobald Sie Ihre Aufenthaltsgenehmigugn haben in den Iran zurück. Sie sollten sich mal selber ein Bild davon machen wieviele iraner allein aus Frankfurt mit einem Blauen- Duldungspass in den Iran reisen.

Ich fliege selber des öfteren in den Iran. Keiner wird dort verhaftet oder gefoltert weil er auf einer Demonstration teilgenommen hat.

Klar wenn ein Mopp von Menschen Banken plündern wollen, wenn ein Mopp Regierungsgebäude angreifen, wenn Demonstranten Büsse anzünden, wenn Demonstranten Reifen und Mülleimer anzünden dann werden diese Menschen festgenommen.
Dies wird auch in Deutschland so sein, es sei denn, Sie wollen was anderes Behaupten.

Also vielen Dank, dass Sie sich für meine Landsleute so einsetzen, aber halten Sie den Ball flach.

Ebenso habe ich an das Bundesamt einen ausführlichen Bericht versandt, mit klaren beweisen, dass die iranische Führung definitiv keine Demonstranten tötet oder foltert, aber dass wissen die vom Bundesamt sowieso.

mfg

Behrang

An dieser Stelle sei darauf hingewiesen, dass wir keine Kenntnis davon haben, was Frau Mohns geschrieben oder gesagt hat. Die Linken, die Ewiggestrigen, die nicht einsehen wollen, dass der Sozialismus mehr als einmal versagt hat und am Ende ist, verdrehen gerne auch einmal die Realität, machen gemeinsame Sache mit rechten Randgruppen, wenn es ihrer Sache dient. Doch aus dem, was Behrang geschrieben hat, hört es sich so an, als ob „Frau Mohns“ die Lage richtig erkannt hat.

Beim Lesen des Briefs von Behrang stellt man sich zu allererst die Frage: Warum ist er in Deutschland??? Wenn es scheinbar keine Probleme mit den Mullahs gibt, die selbst dann nicht gewalttätig werden, wenn man ihnen offen sagt, dass man sie loswerden will, dann müssen sie in anderen Bereichen doch auch ganz toll sein! Also Behrang, was machst du in Deutschland? Zieh doch zu den Mullahs, dann sparst du dir auch die Urlaubskosten.
Nach Einschätzung des Experten Behrang braucht auch kein Perser Angst um sein Leben zu haben, wenn er an einer Demo teilnimmt. Was ist dann mit Neda, die auf offener Straße vor den Augen der Welt erschossen wurde? Sie war nicht einmal aktiv an der Demo beteiligt. Was ist mit den anderen Opfern, deren blutüberlaufene Körper als Bild um die Welt gegangen sind? Was ist mit Sohrab, ebenfalls hinterhältig auf der Demo erschossen? Was ist mit den vielen Hundert Gefangenen, die während der Demo festgenommen wurden, ihre Familien zum Teil bis heute nichts über deren Schicksal wissen? Oder mit jenen Demo-Teilnehmern, die in den Gefängnissen zu Tode gefoltert und/oder vergewaltigt wurden? Alles nur Einbildung Behrang?
In einem hat Behrang recht, nämlich in dem, was er zu den Urlaubern sagt, zu denen er selbst gehört. DESWEGEN ist es heute als Perser schwierig Asyl in Deutschland zu erhalten. „Der Richter sagte zu mir, sie können doch gar keine Schwierigkeiten haben, ihre Landsleute fliegen doch immer in die Heimat“, erzählte mir kürzlich eine Perserin, die seit acht Jahren um die Anerkennung als Asylantin kämpft. Es sind Behrang und seinesgleichen, die dafür gesorgt haben, dass nun an allen Persern gezweifelt wird und denen, die auf Asyl angewiesen sind, die Anerkennung oft verweigert wird.

Aber Behrang, der sich so die Mühe macht, die halbe Welt anzuschreiben, dass die Mullahs keine Tyrannen und Mörder sind, sondern gesetzestreue Humanisten, hat ja auch „Beweise“ dafür, dass die Mullahs liebvolle Väter sind, die „ihrem Volk“ nie was antun würden, nur weil diese an eine Anti-Mullah Demo teilnehmen. Nur welche Beweise das sind, da schweigt sich Behrang aus. Welche Beweise aber können stärker sein als der Mord an Demonstranten vor laufenden Kameras?

Behrang, ein Verräter aus den eigenen Reihen.

Und hier für Behrang noch ein Beweis, dass er bei seinen peinlichen Bemühungen dieses barbarische Regime zu verteidigen, unbedingt mit einbringen sollte:

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