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Archive for Mai 2010

Clotilde Reiss, die junge Französin, die während der Demonstrationen im vergangenen Sommer festgenommen wurde, ist heute wieder sicher in Frankreich gelandet. Schön für Reiss, ihre Familie. Ganz besonders aber für Sarkozy, der sich für diese gelungene Befreiung feiern lassen wird.
Es bleiben aber eine Menge Fragen offen. Die erste wäre, was hat Reiss überhaupt im Mullah-Land gemacht? Lektorin sei sie gewesen an der Universität in Isfahan. Was kann eine so junge Frau dazu bewegen in den Iran zu gehen? Ein Land, das Gesetze nicht kennt, wo man als Ausländerin immer mit einer gewissen Furcht leben muss? Für die Karriere ist die Islamische Republik Iran auch nicht umbedingt die Adresse, die sich im Lebenslauf hervorragend macht und einen weiter bringt. Die Mullahs sind nicht als Freunde von weltlicher Bildung bekannt. Und die Mullahs lassen auch nicht jeden ins Land. Gerade im Bereich der Wissenschaft walten sie mit äußerster Vorsicht. Statistiken etwa, die beispielsweise Professor Volker Perthes gerne mal aus seinem Hut zaubert, sind das Papier nicht wert auf das sie stehen. Wissenschaftliche Studien sind dann glaubwürdig, wenn sie ohne Einschränkungen durchgeführt werden können. Das heißt, dass man zu jedem, den man für die Studie braucht, freien Zugang haben muss, die Personen nicht etwa vorher vom Regime selektiert wurden. Es bedeutet auch, dass alle Fragen gestellt werden können, ohne einen Aufpasser im Nacken und die Gefragten die Fragen ohne Einschränkungen beantworten. Im Mullah-Reich ist eine solche Studie unmöglich. Es sind also nicht die wissenschaftlichen Bedingungen gewesen, die Reiss in die Islamische Republik lockten.
Nun ist die junge Frau frei und Spiegel Online macht in seiner Meldung gewisse Andeutungen: So reißen die Stimmen nicht ab, die sagen, dass Frankeich sich auf ein Deal eingelassen hat. Es fällt immer wieder der Name Ali Wakili Rad. Er ist der Mörder von Shahpour Bakhtiar. Es bedarf nicht viel Phatansie um sich auszumalen, wer wohl der Auftraggeber des Mordes war. Es war auch die Islamische Republik, die damals einen französischen Anwalt zur Verteidigung Rads bezahlt hat. Was aber der Spiegel sehr vorsichtig formuliert, ist längst passiert: Reiss wurde freigelassen, im Gegenzug darf Mörder Rad wieder in die Islamischre Republik. Das hat Radio Israel vor einer Stunde bestätigt.

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Fast unbemerkt von der Welt wurden bereits gestern in den frühen Morgenstunden fünf Menschen hingerichtet. Auch heute wurden wieder fünf Menschen gehängt. 10 Ermordungen in nur zwei Tagen
Während es gestern „Drogendealer“ waren, handelte es sich heute um „Bombenleger“, darunter eine Frau.

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„Eklat auf Abrüstungskonferenz“ titelte heute Spiegel-Online. Der illegale Präsident Mahmoud Ahmadinejad persönlich ist nach New York gereist, um an der ach so wichtigen Konferenz teilzunehmen. Und es kam, wie es kommen musste: Einmal mehr polterte Ahmadinejad los auf den Westen. Seiner Meinung nach müssten die USA am meisten gehasst werden, weil sie die Atombombe in der Vergangenheit eingesetzt hätten und noch heute damit Staaten bedrohen. Wir ersparen uns die Mühe Ahmadinejads „Rede“ hier zu wiederholen und zu kommentieren, weil es nichts Neues und einfach nur ermüdend ist.
Neu ist aber welch schauspielerisches Talent US-Außenministerin Clinton an den Tag gelegt hat: „Die Welt muss Iran Einhalt gebieten“, meinte sie nach dem „Eklat“. Dann sollten die USA mal mit gutem Beispiel voran gehen. Ich kann mich nicht erinnern, dass Mrs. Clintons Präsident Barack Hossein Obama auch Ansatzweise so getan hat, als wollte er der Islamischen Republik ihre Grenzen zeigen. Ein ums andere Mal und auch jetzt noch bietet er den Mullahs Gespräche an und hat sich mehrfach Ohrfeigen abholen müssen. Von einem Harvard Absolventen erwatet man mehr Klugheit, die lässt Obama schmerzlich vermissen.
Ahmadinejad kam nach New York und hat das getan, was er immer macht: Beleidigen und Vorwürfe machen. Die westlichen Staaten haben auch das gemacht, was sie immer machen: Geschockt sein und den Raum verlassen. Nur bieten sie ihm jedes Mal wieder die Gelegenheit dazu, im Namen der Perser zu sprechen und sie zu bloßzustellen. Sie geben ihm die Plattform, die er braucht, sie hören ihm zu. Und dann tun sie auf entsetzt und jeder fordert von der „Welt“, etwas zu tun gegen den Mann.
Wer aber ist nun die Welt? Wer soll vorangehen? Wer muss sich gegen die Mullahs stellen und sagen Stopp? Niemand fühlt sich verantwortlich, doch schöne, wählerfreundliche Worte finden sie alle. Und nach der Konferenz ist vor der Konferenz. Also auf zur nächsten internationalen Debatte in der UNO-Zentrale, einer Organisaion, die sich 65 Jahre nach ihrer Gründung selbst verraten und disqualifiziert hat.

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