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Archive for März 2010

Immer wieder haben wir in Beiträgen darauf hingewiesen, dass die Islamische Republik nicht lediglich ein Problem des persischen Volkes ist. Bereits in den 1980er Jahren haben Exil-Oppositionelle immer wieder betont, dass die Brutalität der Mullahs über die eigenen Grenzen weit hinausreicht. Sie wurden nur belächelt, der Westen glaubt nur das, was er sieht.
Mittlerweile weiß jeder, dass die palästinensische Hamas und die libanesische Hisbollah von den Geldern und Waffen der Mullahs am Leben erhalten werden. Wie brutal und rücksichtslos diese Islamistischen Gruppierungen agieren, selbst gegen ihre eigene Bevölkerung, ist bekannt.

Dennoch wundert man sich noch immer über die Denkweise des Westens wenn es um die Herrscher aus Teheran geht: Man wird das Gefühl nicht los, dass sie die wirkliche Gefahr, die von der Islamischen Republik ausgeht, noch immer nicht verstehen. Aber vielleicht wollen sie sie auch nicht verstehen, denn wenn man zugibt, was die Mullahs sind, kommt man in Erklärungsnot, was diese umheimliche, fast schon unterwerferische Nähe zu den Greisen angeht.
Immer wieder war in den deutschen Medien zu lesen und zu hören, dass die Islamische Republik als Verbündeter im Kampf gegen die Taliban mit einbezogen werden soll. Selbst der so hochgelobte Terrorismus-Experte des ZDF, Elmar Theveßen, wiederholte immer wieder in seinen Beiträgen diesen fatalen Irrtum. Gebetsmühlenartig wurde die Behauptung wiederholt und der Zuschauer glaubte, was ihm die Experten so erzählten. Doch die Erklärung, weshalb die Mullahs ein solches Interesse haben sollten, das blieben diese Experten allen schuldig. Ist die Islamische Republik daran interessiert, dass es zu einem Frieden im Nahen Osten kommt? Die Antwort lautet nein. Denn in jenem Moment, in dem es zum Frieden zwischen Israelis und Palästinenser kommt, der Irak und Afghanistan halbwegs demokratisch auf eigenen Beinen stehen können, Pakistan stabil wird, Syrien sich von den Mullahs löst und den Westen zuwendet, genau dann hat die Islamische Republik ein gewaltiges Problem: Alle Aufmerksamkeit ist dann auf sie gerichtet. Nur wenn es Unruhe gibt, lenkt man von sich ab. Und indem man die Region unter Beschuss hält, hält man sich damit am Leben, weil man zeigt, dass man die Fäden in der Hand hat. Überraschend ist es nicht, dass nun bekannt geworden ist, dass die  Taliban von den Mullahs augebildet und unterstützt wurden (und mit Sicherheit noch werden).

Heute steht es außer Frage, dass die Islamische Republik eine Regionalmacht ist; sie ist die Hauptschlagader des Nahen Ostens. Doch Die Mullahs verlieren die Kontrolle. Genauer gesagt verlieren sie sie seit dem Sommer, denn es war ein leichtes die schmutzige Politik zu betreiben, solange das Volk brutal stillgehalten wurde. Nun sind die Menschen aber aufgestanden, haben ihre Angst überwunden und sämtliche Schläge hingenommen und sie stehen noch immer. Ganz allein, ohne jegliche Unterstützung. Sie stehen und es sieht so aus, als ob sie nicht aufhören werden, bis sie ihr Ziel erreichen, „Tod dem Diktator“.
Die Welt der Mullas gerät aus den Fugen und mit letzter Kraft versuchen sie sich am Leben zu erhalten. Also macht man weiter wie man es bislang gemacht hat, versucht die Region weiterhein unruhig und blutig zu halten. Das hat vielen, vielen Menschen, seien es Kinder, Frauen oder Soldaten bereits das Leben gekostet. Einen sehr hohen Preis haben die USA bezahlt, sie haben die größten Verluste in Afghanistan und im Irak zu beklagen. Doch Barack Hossein Obama scheint das Wissen um diese Tatsachen kalt zu lassen. Noch immer bietet er den Mullahs Gespräche an, ohne Rücksicht auf den hohen Preis, den letztlich die ganze Welt zu zahlen hat.
Wie im letzten Jahr schon unterbreitete Obama den Mullahs dieses Angebot in seiner Neujahrsrede und wie schon im vergangenen Jahr schloss er seine Botschaft mit dem berühmten Gedicht des persischen Dichters Saadi ab:

Die Kinder Adams sind aus einem Stoff gemacht,
als Glieder eines Leibs von Gott, dem Herrn, erdacht.

Obama betont, dass er aufrichtig an diesen Satz glaube. Doch bereits im vergangenem Jahr hat er den wichtigsten und alles sagenden Schlussteil dieses Gedichts weggelassen. Vielleicht weil er heute weitaus schlimmer wiegt für ihn, angesichts seines Verhaltens im vergangenen Sommer. Saadi sagt weiter:

Sobald ein Leid geschieht nur einem dieser Glieder,
dann klingt sein Schmerz sogleich in ihnen allen wider.

Ein Mensch, den nicht die Not der Menschenbrüder rührt,
verdient nicht, daß er noch des Menschen Namen führt.

Das persische Volk ist in Not, die Bilder sind um die Welt gegangen. Barack Hossein Obama hat sie auch gesehen, aber er hat wenig gesagt uns nichts getan.

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Oft genug hat die Welt bei Verbrechen der Islamischen Republik weggeschaut. Oft genug wurden auf dem internationalen politischem Parkett Entscheidungen getroffen, die schier unglaublich waren und an Verstand und Mitgefühl der Verantwortlichen zweifeln ließen. Zu groß war die Angst, wirtschaftliche Beziehungen mit der Islamischen Republik aufs Spiel zu setzen, money rules the world.
Dass es aber auch anderes gehen kann, zeigt ein Beispiel aus der Schweiz: Die Mullahs hatten die Eidgenossen in einem Fall um Rechsthilfe gebeten. Das Bundesstrafgericht hat das Ersuchen abgelehnt, Grund: „Die Richter […] glauben selbst dann nicht an die Einhaltung der Menschenrechte, wenn die Islamische Republik dies explizit zusichern sollte.
Die Argumentation der Richter ist für die Mullahs vernichtend und sie werden sich einen Weg suchen, um sich zu rächen. Denn die Richter haben nicht nur festgestellt, dass die Islamische Republik sich nicht an Menschenrechte hält, sie haben auch klar gemacht, dass Versprechungen und Zusicherungen der Mullahs weniger als nichts wert sind.
Außerdem ignorieren die Mullahs, laut der Richter, internationale Anweisungen kontinuierlich, so dass das Gericht nicht überzeugt ist, dass etwaige Maßnhamen der Schweiz auf die Islamische Republik irgendeinen Eindruck hätten, wenn es in dem vorliegenden Fall zu Menschenrechtsverletzungen kommen würde. Mit anderen Worten: Die Mullahs sind nicht in den Griff zu bekommen. Was man auch dahingehend interpretieren könnte, dass Verhandlungen mit ihnen auch nichts taugen.
Eine schallende Ohrfeige für die Greise aus Teheran!

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Eine hervorragende Analyse über den augenblicklichen Zustand des Iran kann man bei Zeit.online lesen. Auch die auf diesem Blog immer wieder thematisierte Rolle der sogenannten „Experten“ haben eine zentrale Bedeutung. Sehr Empfehlenswert!

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