Beim Thema Iran meinen interessanterweise alle Leute mitreden zu können, obwohl sie keinerlei Ahnung von dem haben, was sie da von sich geben. Diese Menschen sind dumm, weil sie von Ignoranz geprägt sind.
Daneben gibt es die Sorte Menschen, die aufgrund ihres akademischen Grades in der Lage sein müssten den Iran und seine Situation korrekt bewerten zu können. Aus Eigeninteresse verbreiten sie aber in den westlichen Medien gerne ihre Interessen, die sie dann als Fakten verkaufen. Das sind die dreisten Verräter.
Die dritte Sorte Mensch ist der Heuchler. Dieser gibt sich vor laufenden Kameras besonders menschenfreundlich (“Wir stehen auf der Seite des persischen Volkes” ), um sich später mit den Mullahs an einen Tisch zu setzen und ihnen Honig um ihre grauen Bärte zu schmieren.
Alle zusammen sind Dumpfbacken, die ab heute einen besonderen Platz auf iranbato bekommen. Wann immer sich jemand mit Lügen, Dummheit, Dreistigkeit und/oder Heuchlerei ganz besonders hervorgetan hat, wird er hier verewigt. Vorschläge nehmen wir gern entgegen.
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Juli 2011
Den Anfang macht ein guter alter Bekannter unseres Blogs: Bahman Nirumand. Seiner linken Stammzeitung Taz, die ihm immer wieder gerne Platz für seinen Müll gibt, hat er ein Interview gegeben, das sehr viel über ihn aussagt. Zwar hat Nirumand die meiste Zeit seines Lebens mehr im Ausland verbracht, als im Iran und die iranische Gesellschaft und Kultur ist ihm fremd, aber seine verlogenen Kommentare, die das Regime stützen, steuert er immer gern bei. Folgerichtig gibt Nirumand in diesem Interview zu, dass er im Grunde gar keine Ahung von dem hat, was er da sagt.
Das bringt uns auch schon zur nächsten Erkenntnis: Nirumand ist ein Immer-Dagegen-Mensch. Es entspricht seinem Naturell grundsätzlich gegen alle und jeden zu sein. Er kann einfach nicht versuchen etwas, das im Kern richtig erscheint anzunehmen, um sich dann an dessen Entwicklung und Verbesserung zu beteiligen. Eigene Ideen hat er nicht, aber alles was die anderen machen ist immer falsch. Seine Lebenshaltung ist: Hauptsache eine andere Meinung haben und alles andere platt wälzen.
Und weil es so schön ist hier noch ein Nachschlag von uns, die Nirumands Lügen belegt: Als es mitte Februar in Teheran wieder Proteste gab, schrieb Nirumand einen Beitrag für seine Stammzeitung und behauptete, dass es ein stiller Protest der Menschen war. In Wahrheit haben sich die Demonstranten die Seele aus dem Leib geschrien mit dem immer gleichen Satz: “Tod dem Diktator”.
Herzlichen Glükwunsch Bahman Nirumand. Damit gelingt ihm ein Kunststück, das kaum ein “Iran-Experte” so schnell wird nachmachen können: Igonrant und Verräterisch in einer Person!
August 2011
Unsere Dumpfbacke im August heißt Jürgen Trittin, Mitglied der Grünen Partei, die ihre Ideale für ein bißchen Macht gerne über Bord wirft. Der ehemalige heimliche Vorsitzende der Grünen, Joshka Fischer, ist als Außenminister ein sehr guter Freund der Mullah gewesen, war regelmäßig auf eine Tasse Tee im Mullah-Reich. Trittins Parteivorsitzende Claudia “Heuelsuse” Roth, die vor gar nicht langer Zeit in Teheran war und sich ein Kopftuch aufgesetzt hat, ist auch nie verlegen, für die Mullahs um Verständnis zu werben. Die Grünen sind im Sommer 2009 auch nicht gerade mit harter Kritik an den bestialischen Vorgang der Mullahs gegen das eigene Volk aufgefallen. Wie alle anderen, haben auch die, die mal anders sein wollten als die etablierten Parteien eisern geschwiegen. Die ganze Welt stellt sich taub, wenn die Perser betteln, dass das Ölgeschäft mit den Mullahs eingestellt werden muss, damit den Langbärten das Genick gebrochen wird.
Jürgen Trittin aber ist ein Held. Bei Syrien geht plötzlich alles, da kommen die deutschen Berufspolitiker aus ihren Löchern gekrochen und tun mal wieder auf Human. Und der Jürgen verlangt nun ein Importverbot für syrisches Öl. Klar, bei Syrien kann man das ja auch fordern, weil Syrien im Gegensatz zum Iran unbedeutend ist. Man kann auf Assad verzichten, deswegen tut es auch nicht weh, auf human zu machen. Aber der Mut fehlt dem verstaubten Trittin dort ein Importverbot zu fordern, wo es sinnvoll wäre. Europa und vor allem Deutschland würde sich damit ins eigene Fleisch schneiden. Ist ja im Augenblick auch nicht so die richtige Zeit, wo europäische Staaten bankrott sind.
Für den August hat sich uns eine weitere Dumpfbacke angeboten: Es ist der Bundsminister des Inneren Hans-Peter Friedrich. Der CSU-Mann aus der letzten Reihe, der plötzlich Minister werden durfte, legt großen Wert darauf, für Behauptungen historische Belege zu finden. So sagte er beim Amtsantritt auch “Dass der Islam zu Deutschland gehört ist eine Tatsache, die sich aus der Historie nirgends belegen lässt.” Damit hat er vollkommen recht.
Der gleiche Innenminister aber sieht gerne großzügig über historische Tatsachen hinweg und ignoriert eine Empfehlung der UNO, wenn er zahlungstüchtigen Geschäftspartnern Honig um ihre bärtigen Mäuler schmieren möchte. Im Interview mit dem Nachrichtenmagazin “Spiegel” bezeichnet er den Persischen Golf als arabischen Golf. Historisch hat es einen arabischen Golf nie gegeben. Die Araber sind die einizigen, die den Golf so bezeichnen. Und ihre guten Freunde unterstützen sie natürlich dabei. Innenminister Friedrich hat ja auch kürzlich für den Verkauf von Panzern an Saudi-Arabien – eine vorbildliche Demokratie – gestimmt. Und er empfindet das Land als wichtigen Partner im Kampf gegen den internationalen Terrorismus (ha ha ha).
Historische Tatsachen zu ignorieren und sie so zu drehen, wie sie passen ist ein No-go, vor allem für einen deutschen Bundesminister. Der Golf war schon immer persisch, er ist persisch und er wird immer persisch bleiben. Ein Arabien hat es nicht einmal ansatzweise gegeben, als das Persische reich gegründet worden ist!
Oktober 2011
Paul Freiherr von Maltzahn hat es in diesem Monat zur Dumpfbacke geschafft: Der Adelige Geschäftsführer der “Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik”, ist sich nicht zu schade, vor Funktionären des Mullah-Regimes auf die Knie zu fallen und sie zu chauffieren, nur damit die Deutschen Unternehmen wieder blühenden Handel betreiben können. Schließlich geht es dem Euro miserabel und man muss zusehen, wo man bleibt. Am vergangenen Mittwoch hatte das Institut des Freiherrn Mohammed Reza Farzin, stellvertretender Minister für Wirtschaft und Finanzen der Islamischen Republik, nach Berlin eingeladen, um ihn ein wenig Honig um sein hässliches Maul zu schmieren, damit man Geschäfte machen kann. Dummerweise verlief der Abend nicht ganz so reibungslos, denn Demonstranten protestierten gegen Farzin, an dessen Händen Blut klebt.
Was haben die Demonstranten draußen eigentlich gerufen? Sie riefen in Erinnerung, dass die IRI Wahlen manipuliert und dann brutal gegen das eigene Volk vorgeht, den Staat Israel gerne auslöschen würde, verantwortlich ist für die brenzlige Situation im Irak ist, Diktator Assad unterstützt ebenso den Internationalen Terrorismus. Das sind keine neuen Erkenntnisse, die so unbekannt sind, dass man die Demonstranten als Spinner abkanzeln könnte. Diese Tatsachen sind weltweit bekannt und von allen führenden demokratischen Staaten bestätigt, darunter auch Deutschland!
Was macht Diplomat Freiher von Maltzahn bei der Begrüßung des Mullah-Laikaien, angesichts des Vofalls? Er entschuldigt sich mit dem folgenden Satz [...] die Gesellschaft trete immer für die freie Meinungsäußerung ein, auch der Demonstranten, die „nicht unbedingt unserer Meinung sind“. WAHNSINN!!! Also lieber Freiherr, Sie teilen nicht die Meinung, dass die Wahlen im Iran im Jahr 2009 manipuliert wurden und daraufhin das Regime, dem Sie die Hand küssen, brutalst gegen die Bevölkerung vorgegangen ist? Als Diplomat ist Ihnen nicht bekannt, dass der Iran die Hisbollah und Hamas unterstützt und alles daran setzt, dass Assad an der Macht bleibt? Sie wissen nicht, dass Irak und Afghanistan am Randes des Ruins sind, weil die IRI dort ihr Unwesen treibt? Wie haben Sie es eigentlich so zum Diplomaten geschafft? Ein Blick auf ihr Geburtsort könnte eine Antwort auf Ihr merkwürdiges Verhalten liefern: Sie sind im Osten geboren, als noch die Kommunisten herrschten. Dort war es an der Tagesordnung Unrechtes totzuschweigen und Menschen wie Vieh zu behandeln.
September 2012
Diesen Titel mehr als verdient hat die ARD mit ihrer Sendung “Weltbilder”. Eigentlich ein tolles, informatives Format, das den Horizont erweitert. Nur ist es kaum zu ertragen, wenn Fehler auftauchen und sofern sie im gleich folgenend Beipspiel nicht absichtlich gemacht worden sind, sind sie ein Zeugnis für pure Dummheit.
Am vergangenen Samstag, 15. September, hatte sich die Journalistin Ariane Reimers vorgenommen, die chinesische Provinz Xinjiang vorzustellen. Im Laufe ihres Films landete Reimers irgendwo bei Menschen, die Heilmedizin ausüben, und da wars: Oben an einem Gebäude war ein Foto des berühmten Abu Ali Sina zu sehen. Ihm hat die heutige Schulmedizin ihr Können zu verdanken. Ali Sina – Leser des Buches Medicus ist er ein Begriff – ist nachweislich ein persischer Arzt gewesen, geboren in Afshana, das zum Persischen Reich gehörte. Wie aber stellt Arian Reimers ihn vor? Als arabischen Arzt.
Eine solche Dummheit verdient den Titel Dumpfbacke des Monats! Saubere Recherche ist das A und O des Journalismus. Dabei weiß es selbst Wikipedia besser als Ariane Reimers. Einfach nur peinlich.
Ariane Reimers hat sich bei Iranbato für ihren Fehler entschuldigt
[...] Dumpfbacke des Monats [...]