Bei einem Selbtsmordanschlag im Süden Irans sind am Sonntag mehrere Menschen verletzt und getötet worden. Unter den Opfern waren auch sechs Kommandeure der Revolutionsgarden (Sepahe Pasdaran), die immer wieder Hilters SS verglichen werden.
Womöglich in den nächsten Stunden, spätestens aber in den nächsten Tagen wird man der Welt irgendjemanden präsentieren, der für die Tat angeblich verantwortlich ist. Vielleicht wird die Tat vor laufenden Kameras auch “gestanden”, mit einem Hinweis, dass man vom Westen dazu angestachelt wurde, bzw. man die Spione der Amerikaner oder der Israelis sei. Nach einem kurzen Prozess kommt es dann zur Hinrichtung; und erledigt ist die Angelegenheit.
Wer sind die Iranischen Revolutionsgarden (Pasdaran)?
Die Revolutionsgarden sind eine Organisation, die 1979 speziell zum Schutz der Islamischen Revolution im Iran gegründet wurde. Die auch als Pasdaran bekannte Einheit fasste zunächst eine Vielzahl paramilitärischer Gruppen zu einer loyalen Streitmacht zusammen. Während des ersten Golfkrieges von 1980 bis 1988 wurden die Revolutionsgarden zu einer offiziellen Armee-Einheit. Wegen ihrer guten Ausbildung und Ausrüstung gelten die Pasdaran auch als Elite-Truppe.
Armee und Konzern mit Sonderstatus
Im Kabinett von Präsident Mahmud Ahmadinedschad sind 13 der 21 Ministerposten mit ehemaligen Kommandanten der Revolutionsgarde besetzt, darunter das Geheimdienstministerium. Die Pasdaran verfügen über eigene Flugzeuge, Hubschrauber, Panzer und Raketen. Die Truppenstärke wird heute auf 125.000 Mann geschätzt. Hauptaufgabe in den letzten Jahren war die Bekämpfung möglicher gegnerischer politischer Gruppen im Iran.
Die Iranische Revolutionsgarde ist in allen gesellschaftlichen Bereichen aktiv und agiert auch als Großunternehmen mit Sonderstatus und Privilegien. Die Pasdaran sind niemandem außer dem Revolutionsführer Rechenschaft schuldig. So müssen sie keine Steuern und keine Zoll-Einfuhrgebühren zahlen. Am 25. Oktober 2007 erklärte die US-Regierung die Revolutionsgarde zur terroristischen Vereinigung.
Quelle: mdr.de