Im Folgenden wird ein Redebeitrag dokumentiert, der gestern von einer Teilnehmerin auf der Stop the Bomb-Kundgebung in Regensburg gehalten wurde. Die Veröffentlichung erfolgt mit der freundlichen Genehmigung der Rednerin:
Meine Damen und Herren,
Liebe Freiheitsliebende:
Die Menschen im Iran, die für ihre Freiheit kämpfen, brauchen Eure Unterstützung! Jetzt mehr denn je. Es ist höchste Zeit, dass wir in der freien Welt uns mit den Iranern zusammentun, um gegen die islamische Regierung vorzugehen!
Die islamische Regierung versucht mit allen Mitteln, die Proteste der Menschen im Iran zu unterdrücken. Die Menschen werden auf der Straße brutalst niedergeschlagen. Schon 1999 hatten tausende von Studenten für mehr Demokratie und Pressefreiheit auf den Straßen demonstriert. Ich habe es selbst erlebt. Sie wurden erschlagen, erschossen und verhaftet. Sie blieben jahrelang ohne Prozess und ohne Menschenrechte gefangen in einem der schlimmsten politischen Gefängnisse auf der Welt, im Ewin-Gefängnis in Teheran.
Lassen Sie es nicht zu, dass die Geschichte sich wiederholt! Die Menschen werden wieder auf der Straße erschlagen und erschossen. In den Medien wird nicht mal die halbe Wahrheit über das, was im Iran in Wirklichkeit passiert, reflektiert. Meine beste Freundin schrieb mir vorgestern in einer E-Mail: „Wenn ich auf die Straße gehe, ist es, als ob ich mitten in einem militärischen Manöver laufe. Denn die Polizisten, die Basijis und die Militärs stehen überall, an jeder Straßenecke in Teheran, bewaffnet mit Schlagstöcken und Schusswaffen.“ Die Regierung versucht durch brutale Taten und Verhaftungen, die Demonstranten einzuschüchtern. Sogar das Internet wird seit etwa zwei Wochen blockiert. Die Menschen dort können nur mit Hilfe von Antifiltern ab und zu die Blockaden brechen und sich der Welt mitteilen.
Die Menschen im Iran wollen Freiheit und Demokratie. Sie wollen weder Khamenei noch Ahmadinejad noch Mousavi. Mousavi ist nur ein Vorwand, um auf die Straße zu gehen. Grün ist nicht die Farbe von Mousavi. Grün ist die Farbe der Opposition. Grün ist die Hoffnung. Die Menschen im Iran wollen gehört werden. Sie wollen wählen können ohne Wahlmanipulation.
30 Jahre Betrug: Es ist genug!
Wenn die Welt die Wahlen im Iran anerkennt, wird sich die Lage der Menschen im Iran verschlimmern, denn die Regierung wird sich in ihrer Vorgehensweise bestätigt sehen und ihre Verbrechen weiter ausüben.
Ja zu den Wahlen im Iran heißt nein zu den Menschenrechten!
Deshalb:
- Solidarisieren Sie sich mit der Oppositionsbewegung im Iran. Öffentlichkeit und internationale Solidarität schaffen ein Stück weit Sicherheit für die iranische Opposition.
- Fordern Sie PolitikerInnen dazu auf, darauf hinzuwirken dass Deutschland und die EU die Wahl im Iran nicht anerkennen und sich mit den DemonstrantInnen solidarisieren.
- Verlangen Sie von deutschen Firmen alle Geschäfte zu stoppen die das iranische Regime stützen und der Opposition schaden.
- Unterstützen Sie den Kampf der iranischen Opposition für Menschenrechte, individuelle Freiheit, Geschlechtergleichheit und eine säkulare Gesellschaft.
Solidarität mit der iranischen Opposition! Nieder mit der islamischen Republik!
[...] Anzahl von ZuhörerInnen dazu auf, diesen Forderungen gegenüber der Politik zu unterstützen. Die zweite Rednerin rief zur Solidarität mit der iranische Freiheitsbewegung auf und stellte klar: „Die Menschen im [...]