Gestern erst meldete “Spiegel-Online“, dass es in den ersten zweieinhalb Monaten dieses Jahres im Iran 120 Menschen laut der “Internationalen Liga für Menschenrechte” exekutiert wurden. Dabei handelt es sich nur um jene Hinrichtungen, die öffentlich bekannt wurden. Die Dunkelziffer liegt wohl viel höher. Zudem kommen viele Folterungen in den Gefängnissen des Landes mit Todesfolge hinzu.
Heute nun folgte die nächste Hinrichtung: Delara Darabi wurde in den frühen Morgenstunden ganz plötzlich und ohne vorherige Ankündigung gehenkt. Bis zuletzt gab es große Zweifel an Delaras Schuld und ihr Anwalt beteuerte immer wieder, dass er für ihre Unschuld auch Beweise hervorbringen kann. Aber Beweise scheinen in der iranischen Justiz nicht viel wert zu sein; schon gar nicht, wenn sie eine Frau entlasten können. Auch die über 38750 Unterschriften, die weltweit gesammelt wurden, konnten die Mullah-Behörden von ihrem Vorhaben nicht abbringen
Delaras Tod ist nicht nur tragisch, weil sie erst 22 Jahre alt gewesen ist, eine talentierte Malerin, die ihr ganzes Leben noch vor sich hatte. Delaras Tod bringt Erschütterndes über die persische Gesellschaft zu Tage, die eine verwundete Seele hat: Bei der angeblich von Delara emordeten Frau handelte es sich um die 58 Jahre alte Cousine ihres Vaters. Ein Wort der Familie der Ermordeten hätte genügt, um die Exekution zu verhindern. Sie schwieg bis zum Schluss und löschte damit ein junges Leben aus, das mit großer Wahrscheinlichkeit unschuldig gewesen ist.
Ein sehr Lesenswerter Beitrag aus der “Zeit” http://www.zeit.de/online/2009/19/iran-hinrichtungen?page=2
Brand aktuell:
das islamisch-barbarische Keuchheitsgesetz!!!
http://www.iranpressnews.com/source/058359.htm
Wo sind die verträumte Menschenrechtsaktivisten?
Gruss, nasrin amirsedghi
[...] Jahres nach Angaben der “Internationalen Liga für Menschenrechte” bereits mindestens 120 Hinrichtungen gab. Die tatsächliche Zahl von Exektuierten wird wohl nie ermittelt werden können, da viele [...]