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Tiere verboten

Es wäre wirklich langweilig, wenn es aus dem Reich der Mullahs stets immer wieder die gleichen Nachrichten geben würde: Menschenrechtsverletzungen, Atomverhandlungen, Beleidigung der Juden, Bedrohung des Staates Israel, Finanzierung des Terrors. Nun die neueste Nachricht: Wer im Iran Affen oder Hunde als Haustiere hält, der hat ein Problem. Seine Tiere werden ihm weggenommen und… – keiner weiß ganz genau, was die Handlanger der greisen Herrscher mit den Tieren machen. Vielleicht töten sie sie, wen würde es wundern in einem Land, in dem der Mensch nichts wert ist. Aber zuürck zu den Tierbesitzern. Damit sie sich ja bloß auch merken, dass sie nie wieder Hunde und Affen zu halten haben, bekommen sie auch noch Peitschenhiebe.

Es ist unfassbar, welche brutalen und teilweise absurden Nachrichten uns aus der IRI erreichen – während die Steinmeiers und Kerrys dieser Welt nach Wien reisen, den Mullahs die Hand reichen und alles tun, damit sie endlich bald wieder ganz offiziell und ohne jegliche Hürden, wieder Geschäfte mit den Mullahs machen können.

Es gibt immer wieder Menschen, die nicht nachvollziehen können, dass ein solch reiches Land, wie der Iran eine solche Masse an armen Menschen hat. Immer wieder gibt es erschütternde Bilder von Kindern, die auf der Suche nach ein wenig Geld auf den Straßen rumlungern und Drecksarbeit verrichten.

Zugegeben, leicht zu verstehen ist diese Armut nicht. Sie hängt mit dem Wirtschaftssystem der Mullahs zusammen. Seit über drei Jahrzehnten wirtschaften sie in die eigene Tasche. Während heutige Köpfe wie Führer Chamenei und der hinterheltige Rafsanjani einst für ein paar Groschen den Vorbeter in den Moscheen gegeben haben, können sie sich heute vor Reichtum kaum retten. Und was sie und ihre Sippschaft – und all jene die ihr Gewissen ausgeschaltet und mit dem Regime gemeinsame Sache machen -  mit dem Geld, das sie letztlich dem Volk stehlen, so anstellen, erfährt man in dem sehr guten Beitrag von Spiegel Online. Während die Redakteure des Magazins in der jüngsten Vergangenheit – insbesondere nach den Protesten 2009 – unter Beweis gestellt haben, dass sie die Problematik des Landes in seiner Gänze nicht verstehen, ist ihnen die Recherche gut gelungen. Ein interessanter Beitrag auch von Haaretz

Skandal in Cannes

Eigentlich gibt es aus dem Iran wenig Erfreuliches zu berichten. Und dennoch gibt es einige wenige Ereignisse, über die sich die Perser freuen. So geschehen erst kürzlich: Die persische Schauspielerin Leila Hatami, die in dem Oscar-Premierten Drama “Nader und Simin – Eine Trennung” mitspielte, war Jurymitglied bei den erst vor wenigen Tagen zu Ende gegangenen Filmfestspielen von Cannes.

Während sich die Frauen in Cannes  in wunderschönen Roben präsentierten, musste Hatami natürlich peinlich genau darauf achten, dass sie sich verhüllt zeigt. Ihr Kopftuch lässig auf dem Kopf überstand sie die Hitze von Cannes.

All das wäre nicht erwähnenswert, wenn nicht kürzlich folgende Schlagzeile die Perser schockierte. Der 41-Jährigen droht bei der Rückkehr ins Mullah-Reich eine harte Strafe. Grund: Und jetzt bitte festhalten, denn sie hat wirklich etwas ganz Böses getan: Sie hat sich erlaubt, dem über 80-jährigen Gilles Jacob, seines Zeichens Präsident der Festspiele, einen Kuss auf die Wange zu geben!!! Unerhört, so etwas tut Frau schließlich nicht, wo kämen wir denn hin, wenn Männer und Frauen sich aus einer freundschaftlichen Sympathie heraus auf die Wangen küssen.

So musste sich Hatami im fernen Cannes von den Islamisten aus Tehran denn auch aller Hand anhören. Peinlich berührt schrieb sie einen Brief und entschuldigte sich für ihr Verhalten.

Welch Schmach für Leila Hatami!

Bravo Polen!

In der Regel ist es für die Perser nichts Gutes, wenn ausländische Politiker in das Land reisen. Es geht lediglich um lukrative Geschäftsbeziehungen. Während sich der Westen duckmäuserisch gibt und den Mullahs in den Allerwertesten kriecht, hat ein Mann Mut bewiesen: Der Außenminister Polens Radosław Sikorski. Er reiste küzrlich in den Iran und nahm neben Außenminister Mohammad Zarif keinen Blatt vor den Mund. Vielleicht, weil Sikorski nicht vergessen hat, wie es einst seinem Land ging. Hut ab für Ihren Mut Radosław Sikorski und gern mehr davon!

 

Ohne Worte

Das Bild bedarf keines weiteren Kommentars!bomb

Wer kennt nicht die Statements der deutschen Politiker, die sich mit zuvor eingeübter besorgter Miene vor die Kameras der Nachrichtensender stellen, und sich “äußerst besorgt” über die Entwicklungen in Syrien oder aktuell Urkaine zeigen? Sie fühlen natürlich mit den Menschen und sie würden natürlich so, so gerne helfen, wenn sie denn nur könnten. Im Falle Syriens haben sie medienwirksam einige hundert Menschen aufgenommen, denen sie hier für eine Weile Aufenthalt gewähren, während die Masse der Syrier nach wie vor um sein Leben fürchten muss. Und in Sachen Ukraine passiert exakt gar nichts. Nicht umsonst gab es von Victoria Nuland die Feststellung “Fuck the EU“.

Die Politiker blenden, spielen ihre Rollen nahezu perfekt, um gutgläubige Menschen, die wenig kritisch sind, hinters Licht zu führen. Die deutschen Politiker beherrschen das besonders perfekt – allen voran Frank Walter Steinmeier.
Wie gnadenlos die Deutschen aber dann mit Menschen umgehen, die sich nicht wehren können, zeigt sich am folgenden Beispiel, der uns vor einer Weile geschildert wurde.

Es ist die Geschichte einer persischen Familie, die seit über 20 Jahren in Deutschland lebt. Seit ihrer Flucht ist diese Familie nie wieder in den Iran gereist. Alleine dafür müsste es eine Auszeichnung geben, denn sie macht es nicht wie die meisten Exil-Perser, die im Grunde verlogen sind und als ehemalige Asylanten plötzlich wie selbstverständlich wieder in den Iran reisen.
Diese Familie also wollte eine Verwandte nach Deutschland einladen, die sie zuletzt gesehen hat, als sie das Land verlassen musste. In Deutschland begann es völlig ohne Probleme: Nach dem Nachweis der finanziellen Verhältnisse gab es die Ausstellung der sogenannten Einladung.

In Teheran begann der Skandal. Wie uns geschildert wurde, hat sich die Deutsche Botschaft regelrecht abgeschottet. Ein Blick auf die Web-Seite der Botschaft zeigt: Termine vergibt sie nur noch zu bestimmten Zeiten und das geschieht ausnahmslos online. Früher gab es indiviudelle Termine, die vorab telefonisch vereinbart wurden. Die Familie erzählte uns von Schilderungen der Verwandten, wonach Besucher der Botschaft der BRD erstaunlicherweise einem Wachmann, der nichts zu melden hat und für die Sicherheit in der Botschaft zuständig ist, vor dem Betreten des Gebäudes sagen müssen, was sie wollen. Datenschutz auf deutschem Boden gibt es im Iran also nicht.
Die Mitarbeiter der Botschaft reagieren, so die weitere Schilderung,  ungemein unhöflich. Das erinnert mich an Beamte in deutschen Behörden, die immer so tun, als ob sie so viel um die Ohren haben, während sie häufig nur beim Kollegen nebenan sitzen und den Kaffee genießen…

Der Antrag der Verwandten wurde nach 4 Wochen abgelehnt: Die Begründung (wie haben das Dokument vorliegen): Es liegen keine ausreichenden Gründe vor, die Frau nach Deutschland reisen zu lassen. Offenbar sind die Mitarbeiter der Botschaft nicht nur unhöflich sondern auch kaltherzig, denn sich über 20 Jahre nicht gesehen zu haben, ist also kein Grund. Und da das Deutschland offenbar als das gelobte Land betrachtet wird, genehmigt ihr Deutschland auch deswegen kein Visum, weil – Achtung jetzt dringend auf die Formulierung achten – “Die rechtzeitige Ausreise aus der Bundesrepublik nicht festgestellt werden konnte“. Alle Freiwilligen bitte vor, die wissen, wie Menschen bei Menschen eine Absicht feststellen wollen! Ganze Kriege hätte man verhindern können, wenn man nur die Deutschen gebeten hätte, Absichten festzustellen. Oh Mist, die beiden Weltkriege haben die good old Germans ja selbst ausgelöst.

Um es kurz zu machen: Die Familie hat Widersprucht eingelegt und dem ach so menschenfreundlichen Deutschland einige Vorschläge unterbreitet, damit es endlich feststellen kann, dass die gute Frau wirklich wieder ausreist. Es vergingen über 7 – in Worten s i e b e n – Monate, bis die Herrschaften in der Botschaft endlich neben dem Teetrinken und dem Vorbereiten der Wideraufnahme der Handelsbeziehungen zu den Mullahs die Zeit fanden, zu Antworten. In der Zwischenzeit war die Frau zweimal in der Botschaft vorstellig geworden, weil sie voller Hoffnung war und es kaum noch aushalten konnte. Da sagte ihr der WACHMANN, sie fahre am besten, wenn sie den Antrag neu stellt. Und was kam? Um es mal undiplomatisch zu formulieren: “Die BRD scheißt darauf, dass Sie versuchen uns davon zu überzeugen, dass Sie nicht die Absicht haben in Deutschland zu bleiben. Und scheiß darauf, dass Sie ihre Familie so lange nicht gesehen haben und sonst auch keine Chance haben werden, sie zu sehen.” Komisch, dass der Wachmann so gut informiert war und so weitgehende Befugnisse hat, um Empfehlungen abzugeben.

Die Botschaft hätte eigentlich innerhalb von 3 Monaten auf den Widerspruch reagieren müssen. Dies haben wir im Zuge unserer Recherchen für diesen Beitrag herausgefunden. Wir haben uns mit einem Rechtsanwalt unterhalten, der langjährige Erfahrung mit Mandaten hat, deren Visa-Anträge abgelehnt werden. Im Iran geschehe das routinemäßig versichert er uns und weiß um das respektlose und menschenunwürdige Verhalten der Botschaft in Teheran, da er immer wieder selbst  mit ihnen zu tun hat. Nach den Worten des Rechtswanwalts sitzen die Mitarbeiter am längeren Hebel und können Visa-Anträge beinahe  grundlos ablehnen. Sie reagieren bewusst sehr spät und antworten nie auf Fragen. Man könne zwar Klage in Berlin einreichen und sich auf einen Rechtsstreit einlassen, ab es vergehen 2 Jahre und die Richter entscheiden meist zugunsten der Botschaft. Der Anwalt betonte, dass die Entscheidung des Gerichtes abhängig ist von dem Richter und seine Menschlichkeit. Und unter ihnen scheint es nach dieser Schilderung offenbar nicht sehr viele zu geben, die menschlich sind.

Nach unseren Recherchen haben wir festgestellt, dass die BRD derzeit die Politik verfolgt Visa-Anträge routinemäßig abzulehnen. Uns sind dutzende Fälle bekannt, in denen die Anträge  einfach abgelehnt wurden. So zum Beispiel von einer jungen Frau, die an einer deutschen Unsiversität zum Studieren zugelassen wurde. Oder einem Mann, der kurz vor dem Einreichen seines Antrags von einem England-Aufenthalt zurückgekehrt war. Auch sein durchaus plausibler Einwurf, dass er gleich in England geblieben wäre, wenn er denn vorhätte das Reich der Mullahs – die besten Freunde der Deutschen – zu verlassen, nutze nichts.

Das Perverse an diesen Geschichten ist, dass die BRD, die immer so besorgt ist um die Menschenrechte  und diese wohl zukünftig auch millitärisch verteidigen möchte ( da kommen üble Gedanken auf), demnach ganz genau weiß, was in der IRI so vor sich geht, wie die Menschen bestialisch unterdrückt werden und ihr Leben im Grunde nicht lebenswert ist. Warum sonst gehen sie wie selbstverständlich davon aus, dass alle Perser fliehen möchten?

Und was passiert nun? Die persische Familie, die von der Gnade Deutschlands abhängig ist, um die Verwandtschaft zu sehen, hat für sich Konsequenzen gezogen. Deutschland, sagten sie uns im Gespräch, konnten sie nie als Heimat sehen und nun wissen sie auch warum: “So integriert wir auch sind, wir werden in Deutschland nie akzeptiert. Und wir haben für uns beschlossen, dass wir zukünftig nicht mehr an Wahlen teilnehmen werden.” Schließlich, so die Begründung, dem tiefer Schmerz zugrunde liegt, wurde ihnen bewusst, dass sie nicht vollwertige Bürger seien, also können die Parteien auch auf ihre Stimme  verzichten.

Vielleicht liebe Leser, erinnern sie sich an diese Schicksale, wenn Sie schon ganz bald wieder die besorgten Mienen deutscher Politiker sehen, die von Menschnrechten sprechen.

Nicht umsonst hat Europa ganz, ganz tief durchgeatmtet, als klar war das der “Reformer” Hassan Rohani zum Präsidenten ernannt wurde. Endlich ist der Weg frei, wieder in den Iran zu reisen, wie schön. Und so ließ eine Europäische Deleagtion, angeführt von der finnischen Grünen Tarja Cronberg, auch nicht viel Zeit vergehenen, um den guten Freunden, den greisen Bartträgern, einen netten Besuch abzustatten. Schließlich hat Europa wirtschaftliche Probleme, da müssen die Geschäfte mit dem Mullahs dringend wiederbelebt werden – jetzt wo sie so freundlich sind und bereit sind über ihr Atomprogramm zu sprechen.

Still und leise, fast schon heimlich haben sich die Europaabgeordneten also nach Tehran begeben – und das schon vor vier Tagen! Die Frauen des Europaparalementes haben natürlich so viel Respekt und tragen Kopftuch. Und sogleich findet man auch lobende Worte, allen voran die Cronberg: “Die Tatsache, dass Frauen im iranischen Parlament ihre eigene Fraktion bilden, ihre eigene Gruppe haben, diskutieren, zeigt eine Entwicklung der Gesellschaft. Man muss aber auch bedenken, dass der Iran eine konservative Gesellschaft ist.

Und Sie, liebe Leser, müssen bedenken, dass die Finnin gar keine Ahnung hat wovon sie spricht. Auf welchem Niveau unterhalten wir uns hier eigentlich? Frauen waren in der Zeit vor der IRI Anwältinnen, Richterinnen und Ministerinnen und nun sollen wir vor Freunde hüpfen, weil neun verschleierte Frauen vom einarmigen Banditen Chamenei freundlicherweise ins Parlament gelassen wurden – als Deko versteht sich. Liebe Frau Cronberg erst informieren, dann nachdenken und versuchen die Euro-Zeichen auszublenden und erst dann in die Kamera gucken und losreden. Und was heißt hier, dass der Iran eine konservative Gesellschaft ist? Wer ist die Gesellschaft? Die Mullahs? Ja, dann stimmt die Aussage. Unter Gesellschaft verstehe ich jedoch die Bevölkerung und die ist ganz und gar nicht konservativ. Öfter mal lesen tut auch überbezahlten Europa-Abgeordneten gut.

Und da nun bald Weihnachten ist und Sankt Rohani so freundlich ist, durfte die Delegation auch ganz werbeträchtig mit der langjährig verhafteten Anwältin und Menschenrechtsaktivistin Nassrin Soutoudeh sprechen, die Rohani vor kurzem frei gelassen hat (klar hat er das gemacht, er hat ja auch das Sagen). Auch mit dem Regisseur Jafar Panahi, der im Gefängnis sitzt, durfte sich die Delegation treffen. Alles Anzeichen, dass die islamische Republik auf dem Weg zur Demokratie ist…

Dumm nur, dass auf der Facebook-Seite von Jafar Panahi heute folgendes zu lesen war: “Die Grünen und ihre versteckte sympathie für das Mullah Regime. Nach mehrmaligen Reisen von Claudia Roth nach Iran und ihre Erläuterungen über Besserung der Situation der Gefangenen in Iran, nun eine weitere Parlementarierdelegation unter Leitung von Tarja Cronberg, Mitglied der Grünen in Europaparlament, die den Iran besuchten und sofort von der Mäßigung der politische Lage und Rücklauf der Hinrichtungen in Iran spricht. Gleichzeitig werden über 20 Menschen in verschiedene Gefängnisse in Iran hingerichtet.” Der Vollständigkeit halber muss gesagt werden, dass Panahi selbst dies nicht geschrieben hat, sondern der in Deutschland lebende persische Schauspieler Ramin Yazdani. Panahi hat aber zu dieser Aussage verlinkt.

Noch tiefer konnte sich die Europaabgeordnete wohl hier vor den Männern, an deren Hände Blut klebt, nicht verbeugen. Nur zur Info: Keine persische Frau verbeugt sich vor einem Mann. Soviel zum Thema konservative Gesellschaft

Noch tiefer konnte sich die Europaabgeordnete wohl hier vor den Männern, an deren Hände Blut klebt, nicht verbeugen. Nur zur Info: Keine persische Frau verbeugt sich vor einem Mann. Soviel zum Thema konservative Gesellschaft

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